09.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Von der Leyen will neuen Kampfpanzer entwickeln lassen

Von der Leyen will neuen Kampfpanzer entwickeln lassen

"Leopard 2" soll ab 2030 ersetzt werden

Deutschland und Frankreich wollen einen neuen Kampfpanzer entwickeln lassen, der ab 2030 den "Leopard 2" ersetzen soll.

Berlin - "Dazu wurden bereits im Rahmen einer Deutsch-Französischen Kooperation Fähigkeitsforderungen an ein Nachfolgesystem hergeleitet und abgestimmt", heißt es in einem Schreiben von Verteidigungs-Staatssekretär Markus Grübel an den Verteidigungsausschuss des Bundestags. Darüber hatte zuvor "Spiegel Online" berichtet.

Weiter hieß es in dem Schreiben, von diesem Jahr an bis 2018 sollten "Technologien und Konzepte in gemeinsamen Studien unter Einbeziehung der deutschen Industrie untersucht" werden. Wichtig sei der "langfristige Fähigkeitserhalt" der Panzerflotte. Ausdrücklich verwies der Staatssekretär auf die "veränderte sicherheitspolitische Lage".

Angesichts der Ukraine-Krise und des Konflikts mit Russland hatte Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) bereits vor einigen Wochen angewiesen, statt wie bisher geplant 225 nun 328 Kampfpanzer des Typs "Leopard 2" einsatzbereit zu halten.

Die Linken-Verteidigungspolitikerin Christine Buchholz kritisierte die "deutsche Aufrüstungspolitik". Von der Leyen heize durch die Entwicklung des neuen Kampfpanzers "die Rüstungsspirale konventioneller Waffensysteme immer weiter an", erklärte Buchholz in Berlin. Die Entscheidung stehe "in direktem Zusammenhang zur Eskalationspolitik in Osteuropa und ist gegen Russland gerichtet." Profitieren werde die Rüstungsindustrie, gefährdet sei dagegen der Frieden in Europa.

(xity, AFP)


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