17.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Von der Leyen besteht Mutprobe bei Bundeswehr

Von der Leyen besteht Mutprobe bei Bundeswehr

Ministerin springt mit Fallschirm aus Helikopter

Mutprobe für Ursula von der Leyen: In Calw ist die Verteidigungsministerin mit einem Fallschirm aus einem Hubschrauber gesprungen - zusammen mit einem KSK-Soldaten.

Berlin - Am Fallschirm schwebte die Ministerin auf dem Stützpunkt der Bundeswehr-Elitetruppe Kommando Spezialkräfte (KSK) im baden-württembergischen Calw ein. Für den reibungslosen Verlauf des Fluges sorgte ein KSK-Soldat, der die Ministerin als Tandem-Sprungpartner fest an sich geschnallt hatte.

"Ich bin gut gelandet, das war mir wichtig", resümierte von der Leyen nach dem Sprung aus dem Bundeswehr-Hubschrauber. "Ich habe die besondere Erfahrung gemacht, was es heißt, jemandem blindlings zu vertrauen."

KSK-Kommandeur Dag Baehr zeigte sich mit dem Einsatzwillen der Ministerin zufrieden. Der Sprung sei "außergewöhnlich" gewesen, "es ist eine gute Ministerin", lobte der General. Von der Leyen habe den Sprung ausdrücklich gewünscht und eine kurze Unterweisung erhalten.

Nach Angaben eines KSK-Sprechers handelte es sich um eine Premiere. Frühere Verteidigungsminister hätten beim Besuch des KSK-Stützpunkts Calw auf den Absprung per Fallschirm verzichtet.

Die Soldaten des KSK trainieren in Calw gezielt Fallschirmsprünge mit Tandempartner. Im Konfliktfall haben solche Sprünge das Ziel, Spezialisten ohne Fallschirmerfahrung in Einsatzgebiete abzusetzen.

Das KSK ist eine 1996 gegründete Eliteeinheit der Bundeswehr, ihr gehören derzeit rund 1400 Soldaten an. Es wird für besondere Aufgaben eingesetzt, die herkömmliche Einheiten oft nicht erfüllen können - etwa die Rettung von bedrohten oder gefangenen deutschen Staatsbürgern im Ausland oder die Festnahme von Kriegsverbrechern in Krisengebieten. Zu den Aufgaben des KSK zählen auch verdeckte Einsätze, die besonderer Geheimhaltung unterliegen. Von der Leyen besuchte das Kommando im Rahmen ihrer Sommerreise zu Bundeswehr-Stützpunkten.

(xity, AFP)


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