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Von 180 Sirenen blieben 7 stumm

Der Test verlief zu­frie­den­stel­lend

Pünktlich um 11 Uhr sind von der Stabsstelle Feuer- und Katastrophenschutz des Kreises Soest beim bundesweiten Warntag am Donnerstag, 10. September 2020, in der Leitstelle im Rettungszentrum die Sirenen ausgelöst worden.

Soest - Im Anschluss an den Testlauf wurden alle Kommunen abtelefoniert. Danach sind alle verfügbaren Sirenen gelaufen bis auf sieben Ausnahmen, die Sirenen in Welver, Erwitte, Wickede und Soest. Die zuständigen Ordnungsämter werden dies überprüfen und für Abhilfe sorgen.
„Rund 180 Sirenen wurden angesteuert und haben die Bevölkerung ordnungsgemäß alarmiert. Lediglich sieben einzelne Sirenen an Standorten in Welver, Erwitte, Wickede und Soest ertönten nicht. Dort wird aber nachgebessert. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Programmierfehler. Ein Probealarm dient ja dazu herauszufinden, ob eine Sirene richtig angesteuert wird oder nicht. Die NINA-Meldung, die der Bund diesmal abgesetzt hat, ist etwas zeitversetzt rausgegangen“, berichtet Pingel.
In allen 14 Kommunen im Kreisgebiet sind flächendeckend Sirenen montiert. Sie haben nacheinander die drei Alarmtöne Entwarnung (eine Minute Dauerton) – Warnung (eine Minute auf- und abschwellender Heulton) – Entwarnung (eine Minute Dauerton) abgegeben. Falls es irgendwo Aussetzer gegeben haben sollte, bittet Dennis Pingel um eine kurze Nachricht an ihn, unter der Telefonnummer 02921-303672, oder direkt an die Ordnungsämter vor Ort.
Parallel zum Sirenenalarm am Warntag wollte der Bund, stellvertretend für alle Leitstellen, auch über die Warn-App NINA eine Probewarnmeldung verschicken, dabei scheint es ein Problem gegeben zu haben. Dennis Pingel: „Wir wissen nicht woran es gelegen hat, dass die NINA-Meldung zeitversetzt rausgegangen ist. Der Bund wird uns sicherlich dazu noch eine Rückmeldung geben.“
Dass ein Probealarm im ganzen Bundesland durchgeführt wird, ist etwas Besonderes: „Seit der Wiedervereinigung gab es einen solchen Probealarm nicht mehr, es soll ihn aber jetzt wieder jährlich geben. An jedem zweiten Donnerstag im September“, so Pingel. Der Hintergedanke bei diesem bundesweiten Probealarm sei, erklärt Pingel weiter, dass die Akzeptanz und das Wissen um die Warnung der Bevölkerung in Gefahren- und Notsituationen erhöht wird. „Nur wer weiß, was die Signale bedeuten, wo es Informationen gibt und wie man sich in Gefahrensituationen verhalten sollte, kann entsprechend handeln.“
Dennis Pingel als Fachmann für Katastrophenschutz hält es für wichtig, dass NINA auf möglichst vielen Smartphones installiert wird. Zudem lohne sich ein regelmäßiger Blick auf Infoseiten wie vom Kreis Soest zu dem Thema oder auch vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).
Im März 2021 ertönen erneut die Sirenen im Kreisgebiet, dann findet nämlich der nächste Probealarm statt, immer am zweiten Donnerstag im März.


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