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Volksbegehren in Bayern zu Gymnasialzeit begonnen

Freie Wähler benötigen 950.000 Unterschriften

In Bayern hat ein Volksbegehren für die Wahlfreiheit zwischen einem acht- und einem neunjährigen Gymnasium begonnen.

München - Zwei Wochen haben die Initiatoren der Freien Wähler nun Zeit, um die für ein erfolgreiches Volksbegehren nötigen rund 950.000 Unterschriften - dies entspricht zehn Prozent der Wahlberechtigten - zu sammeln. Falls dies gelingt, kommt es zu einem Volksentscheid über die Dauer der Gymnasialzeit.

Das Volksbegehren sieht eine Wahlfreiheit für Schüler zwischen einem achtjährigen und einem neunjährigen Gymnasium vor. Dazu sollen an den Gymnasien zwei Züge eingeführt werden. Für kleine Gymnasien etwa im ländlichen Raum soll es die Möglichkeit geben, sich zu entscheiden, ob ein G8 oder ein G9 angeboten wird.

Zwar fordern auch die beiden weiteren bayerischen Oppositionsparteien SPD und Grüne eine Reform des Gymnasiums, sie haben aber dazu eigene Modelle erarbeitet und unterstützen die Freien Wähler bei ihrem Volksbegehren nicht. Die regierende CSU wiederum hat sich noch nicht positioniert.

In Bayern beträgt die Gymnasialzeit seit 2004 nur noch acht statt neun Jahre. Die vom damaligen Ministerpräsidenten Edmund Stoiber (CSU) vollzogene Schulreform gilt im Nachhinein allerdings als übereilt eingeführt, die Kritik an der Reform hält bis heute an.

Kritik an der achtjährigen Gymnasialzeit gibt es auch in anderen Bundesländern. Im März hat Niedersachsen die Rückkehr zum G9 zum Schuljahr 2015/2016 beschlossen, im September startet in Hamburg ein Volksbegehren für das G9.

(xity, AFP)


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