25.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Vigniette für Pkw-Maut kostet angeblich 100 Euro

Vigniette für Pkw-Maut kostet angeblich 100 Euro

Pauschal 100 Euro - Entlastung durch Öko-Rabatt

Dem "Focus" zufolge soll die von der Regierung geplante Pkw-Maut pauschal 100 Euro kosten - für Elektroautos soll sie ganz wegfallen.

Berlin - Jeder Halter eines deutschen Autos und Fahrer aus dem Ausland sollen demnach für die Benutzung der deutschen Autobahnen eine pauschale Gebühr von 100 Euro im Jahr bezahlen; möglich sei aber auch der Kauf einer Vignette für zehn Tage zu zehn Euro und für zwei Monate zu 30 Euro, berichtet das Magazin. Das Verkehrsministerium wollte den Bericht nicht kommentieren.

Damit kein deutscher Autofahrer durch die Maut zusätzlich belastet wird, wie Verkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) es versprochen hat, soll es dem Bericht zufolge einen Ökorabatt in sechs Stufen bei der Kfz-Steuer geben, abhängig von der Umweltfreundlichkeit des Autos. Elektroautos etwa sollen von der Maut ganz befreit werden.

Die Maut wird laut "Focus" für alle Fahrzeuge fällig, nicht nur für Pkw, sondern auch für Kleinlaster und Busse. Dies sei bisher nicht vorgesehen gewesen.

Das Verkehrsministerium rechnet dem Bericht zufolge mit dem Verkauf von 130 Millionen Vignetten pro Jahr. Die Vertriebskosten berechnet es mit drei Euro pro Stück.

Eingetrieben werden soll die Maut, indem sich jeder deutsche und ausländische Pkw-Halter, der die Autobahn benutzen will, auf einer Internetseite unter Angabe seiner Daten und seines Kennzeichens registrieren lässt. Automatisch werde dann die Maut berechnet, nach Überweisung des Betrags könnten die Autobahnen dann genutzt werden.

An Grenzübergängen und grenznahen Tankstellen soll es zudem Verkaufsstände für die Vignetten geben. Ob eine sichtbare Vignette auf der Windschutzscheibe erforderlich sein wird, werde derzeit noch geprüft, berichtete der "Focus".

Dobrindt will die Maut ab 1. Januar 2016 erheben. Das Konzept will er vor der Sommerpause vorlegen. Es gehe um einen "Milliarden-Betrag in einer Wahlperiode", hatte der Minister Focus Online" gesagt. "Ich bin nicht bereit, länger auf den notwendigen Finanzierungsanteil der im Ausland zugelassenen Kraftfahrzeuge, die auf unseren Straßen fahren, zu verzichten."

(xity, AFP)


Copyright 2019 © Xity Online GmbH