Vierter Meistertitel für Borussia Düsseldorf

Nachwuchs bei Mannschaftsmeisterschaften siegreich

Borussia Düsseldorf ist seit Sonntag, 19. Juni 2022, vierfacher Deutscher Meister 2022.

Düsseldorf - Nachdem sich die Rollstuhlfahrer Anfang des Jahres zum sechsten Mal in Folge den begehren Pokal sicherten, zog die Profiabteilung am 11. Juni nach und gewann bei den Herren das Rennen um die Deutsche Meisterschaft. Seit dem vergangenen Wochenende (18./19. Juni 2022) schmücken nun mit dem Meistertitel bei den stehenden Para-Sportlern und dem weiblichen Nachwuchs in der Altersklasse U15 zwei weitere Trophäen die Vitrinen des Tischtennis-Rekordmeisters.

Während drei der Titel schon häufiger in der Vereinsgeschichte geholt werden konnten, ist der Erfolg bei den Mädchen ein absolutes Novum. "Wir sind sehr glücklich, dass wir Deutscher Meister geworden sind. Auch wenn wir nominell an Position eins gesetzt waren, mussten wir doch in allen Spielen um jeden Ball kämpfen. Wir sind sehr zufrieden mit unserer Leistung", freut sich die Düsseldorfer Top-Spielerin Eireen Kalaitzidou, die bereits internationale Erfahrungen sammeln konnte und auch bei der kommenden Jugend-Europameisterschaft (6. bis 15. Juli) für Deutschland an den Tisch gehen wird, über den ersten Triumph mit ihrer Mädchen-Mannschaft. Mit der 14-Jährigen als Sieggarantin, die in ihren zehn Einzel-Duellen lediglich einen Satz abgab, konnten die Landeshauptstädterinnen die anderen sieben Teams hinter sich lassen und nach zwei intensiven Tagen in Kenzingen verdient den Pokal in die Höhe stemmen.

Gleich im ersten Spiel zeigten die Mädchen der Borussia ihr Können und ihre Ambitionen und starteten furios in die Gruppenphase: Gegen RV Viktoria Wombach gaben die jungen Düsseldorferinnen lediglich ein Einzel ab und besiegten die Unterfranken mit 6:1. Diese Dominanz konnte das Team von Jugendwart und Cheftrainer Nicklas Karsten in der darauffolgenden Begegnung gegen die 1878 Sossenheim allerdings nicht aufrechterhalten, denn das untere Paarkreuz der Frankfurterinnen war für die Borussia-Mädchen Helene Hanke und Greta Bögershausen einfach eine Nummer zu stark. Auf Siege der an Position eins und zwei gesetzten Eireen Kalaitzidou und Rhea Zhu Chen folgten jeweils zwei Niederlagen, sodass sich die Partie stets ausgeglichen gestaltete und am Ende eine Punkteteilung (5:5) in der Tabelle verzeichnet wurde.

So musste das Aufgebot der Grafenberger in der dritten Begegnung gegen die TTG 207 Ahrensburg/Großhansdorf noch einmal alles geben, um auch am Sonntag im Rennen um die Podest-Plätze mitwirken zu können. Aber auch dieses Match gestaltete sich zunächst auf Augenhöhe, wobei der Nachwuchs der Borussia die Nase immer ein paar Zentimeter weiter vorn hatte. Beim Zwischenstand von 3:3 kam es dann zum Showdown der beiden bis dahin ungeschlagen Akteurinnen: Kalaitzidou gegen Marleen Beecken auf Seiten der Schleswig-Holsteinerinnen. Das Düsseldorfer Ausnahmetalent ließ jedoch im Spielverlauf keinen Zweifel daran, dass sie die bessere Spielerin ist und legte mit ihrem Viersatzsieg den Grundstein für den 6:3-Erfolg. Die Punkte fünf und sechs fuhren schließlich Rhea Zhu Chen und Helene Hanke ein und machten dadurch das Weiterkommen perfekt.

Da auch die Sossenheimerinnen in ihrem letzten Duell erfolgreich waren, musste das Spielverhältnis über den Gruppensieg entscheiden. Mit 17:9 Spielen waren die Landeshauptstädterinnen hier den Frankfurterinnen (17:11) knapp überlegen. Von der Freude über Platz eins getragen, waren die Mädchen am zweiten Turniertag im Halbfinale nicht zu stoppen und siegten deutlich mit 6:2 gegen Alemania Riestedt aus Sachsen-Anhalt.

Das Finale gegen den SV Emmerke war anschließend an Spannung kaum zu überbieten: Im Wechsel legten die Kontrahenten vor, bevor der jeweils andere Klub wieder gleichzog. Beim Spielstand von 3:3 brachten die jungen Borussinnen gemeinsam mit den anfeuernden Eltern und Trainern den Knoten zum Platzen und fuhren drei Siege in Folge und damit die lang ersehnte und erste Deutsche Meisterschaft im weiblichen Nachwuchsbereich ein (6:3). Die 14-jährige Kalaitzidou analysierte den herausragenden Sieg gleich im Anschluss an das Finale: "Wir konnten uns in jedem Spiel steigern: Je besser die Gegnerinnen wurden, desto stärker haben wir aufgespielt. Auch am Satzende konnten wir durch unsere Nervenstärke und den Teamgeist häufig die Oberhand behalten und als Sieger vom Tisch gehen."