19.02.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Verwüstungen in Düsseldorf

Verwüstungen in Düsseldorf

1.200 Einsätze wurden bis zum Morgen gemeldet

Das Unwetter mit dem heftigen Orkantief forderte in Düsseldorf drei Todesopfer und zehn zum Teil schwer Verletzte. Die 600 Einsatzkräfte sind noch immer im Stadtgebiet unterwegs um die Schäden zu beseitigen. Ein Ende ist noch nicht in Sicht.

Düsseldorf - Der öffentliche Personennahverkehr wurde bis zum morgen eingestellt. Ab rund 6.00 Uhr fahren unregelmäßig Busse. Viel Menschen konnten daher nicht zu ihrer Arbeitsstätte, Schule oder Universität gelangen. Auf den meisten Hauptverkehrswegen der Landeshauptstadt entstanden lange Staus. An vielen Stellen lauern Gefahren. Wer nicht unbedingt das Haus verlassen muss, sollte besser in der Wohnung bleiben.
Sehr tragisch ist der Tod dreier Menschen in Reisholz. Auf einem Gelände an der Henkelstraße nahe der Bahnlinie flüchteten neun Menschen vor dem Unwetter in ein Gartenhaus, da das nächste Wohnhaus etwa 150 Meter weit entfernt lag. Eine große Pappel und ein kleinerer Baum wurden von den starken Windböen erfasst und stürzten auf das Gartenhaus, das sofort zusammenbrach. Drei der Geflüchteten konnten sich aus eigener Kraft aus den Trümmern befreien. Die herbeigeeilten Einsatzkräfte konnten einen weiteren Unverletzten und zwei Schwerverletzte (beides Frauen 25 und 30 Jahre)unter hohem technischem Aufwand aus den Trümmern retten. Für drei weitere Menschen kam jedoch jede Hilfe zu spät. Die Bergung dauerte mehrere Stunden. Der Rettungsdienst mit Notarzt versorgte die Verletzten, die in Krankenhäuser transportiert wurden. Seelsorger betreuten die Betroffenen und deren Familien.
Im Stadtgebiet wurden weitere acht Fahrzeuginsassen verletzt und mussten aus ihren Fahrzeugen befreit und/oder gerettet werden, weil Bäume auf die Personenwagen gestürzt waren. Bei der Beseitigung der Gefahren durch umgestürzte Bäume verletzten sich auch zwei Feuerwehrmänner, die durch herabstürzende Baumteile Verletzungen davon trugen.
Bis heute morgen 6.00 Uhr waren rund 1.200 Einsätze im Laufe der Nacht bei der Leitstelle an den 16 Notrufabfrageplätzen aufgenommen worden, davon sind 450 abgearbeitet. Das Stadtgebiet wurde in fünf Einsatzabschnitte unterteilt, wo die 600 Einsatzkräfte eingesetzt sind. Einer der wesentlichen Schwerpunkte sind die Hauptverkehrsstraßen, wo umgestürzte Bäume stellenweise eine Durchfahrt unmöglich machten. So beispielsweise auf der Lindemannstraße, Rethelstraße, Kaiserswerther Straße, viele Straßen und Nebenstraße in Wersten, Düsseldorfer Straße, Pariser Straße, am Belsenplatz, rund um die Feuerwache Quirinstraße in Oberkassel und auf der Maximillian-Weyhe-Allee. Auf der Collenbachstraße war das Dach der Kreuzkirche betroffen, der Orkan fegte die Eindeckung komplett weg.
Viele Gaslaternen knickten durch Bäume um und stellten durch ausströmendes Gas eine zusätzliche Gefahr dar. Mitarbeiter der Stadtwerke baggerten die betroffenen Laternen aus und dichteten die Leckagen ab.
Da neue Wetterwarnungen am Morgen vom Deutschen Wetterdienst für Düsseldorf ausgegeben wurden, forderte die Feuerwehr-Einsatz-Leitung weitere Unterstützung durch eine Bereitschaft mit 150 Mann über die Bezirksregierung Düsseldorf an. Aus dem Regierungsbezirk Köln wird am frühen Morgen eine Bereitschaft in Düsseldorf erwartet. Die Feuerwehr warnt die Bevölkerung vor herabstürzenden Dachteilen oder Astwerk.




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