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Verwandte der Hongkonger Opfer der Axt-Attacke in Bayern schildert Einzelheiten

Eltern versuchten Freund der Tochter vor Angreifer zu schützen

Bei dem Axt-Angriff in einem Zug bei Würzburg wurden vier Mitglieder einer Familie aus Hongkong schwer verletzt.

Würzburg - Ein Mitglied der Hongkonger Familie, die bei dem Axt-Angriff in einem Zug bei Würzburg verletzt wurde, hat Einzelheiten der Tat geschildert. Zuerst sei der Angreifer auf den Freund ihrer Schwester losgegangen, sagte die 30-jährige Sylvia, die selbst nicht an der Reise teilgenommen hatte, der Hongkonger Zeitung "Apple Daily". "Als meine Mutter und mein Vater das sahen, stellten sie sich in den Weg und wurden dabei verletzt."

Der 30-jährige Freund der Schwester sowie der 62 Jahre alte Vater befinden sich dem Bericht zufolge mit schweren Kopfverletzungen auf der Intensivstation. Auch die 58-jährige Mutter und die 26-jährige Schwester wurden schwer verletzt. Eine weitere Schwester im Alter von 17 Jahren blieb demnach unverletzt.

Sylvia, die am Dienstagabend mit ihrem Ehemann sowie in Begleitung von Beamten aus Hongkong nach Deutschland reiste, berichtete auch, wie sehr ihre Familie vor dem Angriff die Reise genossen hatte. "Freunde meines Schwagers haben Fotos geschickt bekommen, und sie sagten, sie hätten viel Spaß."

Ein 17-jähriger Flüchtling aus Afghanistan hatte am Montagabend in einem Regionalzug in der Nähe von Würzburg die Reisenden mit einer Axt und einem Messer verletzt. Nach der Notbremsung des Zugs floh der Angreifer und verletzte dann noch eine Passantin mit der Axt, ehe er von der Polizei erschossen wurde. Die Behörden in Bayern gehen von einem islamistischen Hintergrund aus.

(xity, AFP)


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