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Versuchter Totschlag statt Körperverletzung

Mordkommission ermittelt jetzt

Am 15. Juni 2014 wurde ein Mann von einem aus einer Gruppe stammender Person niedergestochen, was zuerst unter Körperverletzung fiel. Jetzt ermittelt die Mordkommission gegen die Täter.

Essen - Was zunächst wie eine Körperverletzung aussah, wird nun als versuchter Totschlag durch eine Essener Mordkommission verfolgt. Vor zwei Wochen (15. Juni) wurde ein 24-jähriger Essener auf der Kettwiger Straße durch einen Stich in den Oberkörper verletzt -wir berichteten am selben Tag-. Gemeinsam mit einem Freund und zwei Freundinnen spazierte der junge Mann am Sonntag um 1:15 Uhr über die Kettwiger Straße in Richtung Hauptbahnhof. Kurz vor dem Essener Dom kam den jungen Leuten an der Einmündung "Zwölfling" eine Gruppe junger, augenscheinlich ausländischer Personen entgegen. Zunächst wurden die vorausgehenden Frauen lautstark angesprochen, bevor es zu einem Streitgespräch mit den nachfolgenden Freunden gab. Plötzlich und unerwartet für den 24-Jährigen, wurde er aus der Gruppe heraus hinterrücks niedergestochen. Seine lebensgefährlichen Verletzungen mussten kurz darauf ein alarmierter Notarzt und zwei Rettungssanitäter noch am Einsatzort versorgen. Die Gruppe der Angreifer -etwa 5-6 Personen- flüchtete über die fußläufige und abschüssige Kettwiger Straße in Richtung Fontänengasse. Der Leiter der Mordkommission, Kriminalhautkommissar Max Ströbele, ermittelt seitdem mit sechs weiteren Beamten wegen versuchten Totschlages. Es steht bislang nicht fest, ob es ein gemeinsamer Angriff der Gruppe oder die Attacke eines Einzelnen war. Die Gruppe der Angreifer zog zuvor, vermutlich vom Hauptbahnhof kommend, durch die Fußgängerzone der Kettwiger Straße und dürfte aufgrund ihres auffälligen Verhaltens sicherlich einigen Passanten, Autofahrern oder Anwohnern aufgefallen sein. Diese Zeugen, auch wenn sie nicht den eigentlichen Angriff beobachteten, werden dringend gebeten, sich bei der Mordkommission in Essen zu melden. Diese Möglichkeit können und sollten auch Mitglieder der Gruppe nutzen, besonders wenn sie sich nicht an dem folgenschweren Angriff beteiligt haben. Die augenscheinlich noch relativ jungen Angreifer, unter denen sich eventuell ein Mädchen befunden hat, sind vermutlich ausländischer Herkunft. Auffällig war ein dunkelhaariger, junger Mann, der zur Tatzeit einen Irokesenhaarschnitt trug und mit einem weißen T-Shirt und Jeans bekleidet war.

Hinweise nimmt die Mordkommission unter der zentralen Rufnummer 0201- 82 90 entgegen. /Peke


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