Verstärkter Wandel hin zum Bewerbermarkt

Bilanz für das Ausbildungsjahr 2020/2021

Insgesamt haben in Krefeld und im Kreis Viersen mit 3.197 Bewerberinnen und Bewerbern 358 junge Leute weniger als im Vorjahr bei der Berufsberatung nach einer Ausbildungsstelle nachgefragt.

Krefeld - Insgesamt haben in Krefeld und im Kreis Viersen mit 3.197 Bewerberinnen und Bewerbern 358 junge Leute weniger als im Vorjahr bei der Berufsberatung nach einer Ausbildungsstelle nachgefragt. Das ist ein Rückgang von 10,1 Prozent. Ihnen standen 3.459 bei der Agentur für Arbeit Krefeld erfasste Ausbildungsstellen gegenüber. Dies ist - gegenüber dem Vorjahr - ein um 44 Stellen (minus 1,3 Prozent) leicht verringertes Angebot auf stabilem Niveau.

„Die stabilen Stellenmeldungen der Arbeitgeber - selbst in einem stark von der Pandemie geprägten Jahr - zeigen die Aufnahmefähigkeit des Arbeitsmarktes in der Region in seiner gesamten Bandbreite. Die Arbeitgeber suchen Fach- und Nachwuchskräfte. Der beste Weg dorthin führt über die Ausbildung im eigenen Betrieb“, erläutert Dr. Bettina Rademacher-Bensing, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Krefeld.

Rein rechnerisch standen somit über das Ausbildungsjahr 100 Bewerberinnen und Bewerbern 108 Ausbildungsangebote offen (Vorjahr 100 zu 99).

Zum Ende des Berufsberatungsjahres am 30. September waren 307 Jugendliche bei der Agentur für Arbeit gemeldet, die noch eine Ausbildungsstelle suchten und auch noch keine Alternative gefunden hatten. Dies entspricht einem Rückgang von 98 Jugendlichen im Vergleich zum Vorjahr. Zu Ende September waren aber auch noch nicht alle Ausbildungsstellen besetzt. Für 418 Stellen, und damit für 97 mehr als im Vorjahr, waren die Arbeitgeber noch auf der Suche nach den geeigneten Auszubildenden.

„Positiv zu bewerten ist, dass zum Ende des Beratungsjahres wesentlich weniger Jugendliche noch unversorgt waren. Auch dies unterstreicht den Wandel hin zum Bewerbermarkt. Von einem Coronajahrgang kann also wie schon im Vorjahr nicht gesprochen werden. Bei der angesprochenen Vielfalt und noch offenen Ausbildungsstellen gibt es aber auch jetzt noch Chancen für die Jugendlichen, die noch auf der Suche sind. Der Prozess der Ausbildungssuche verläuft über das ganze Beratungsjahr. Wir werden auch in den nächsten Wochen gemeinsam mit unseren Partnern im Ausbildungskonsens alle Anstrengungen unternehmen, diese Jugendlichen auf die freien Ausbildungsstellen zu vermitteln und wo dies nicht möglich ist, entsprechende Unterstützungsmöglichkeiten anbieten. Wir lassen keinen Jugendlichen zurück“, so Dr. Rademacher-Bensing.

Jugendliche erreichen die Berufsberatung der Agentur für Arbeit Krefeld/Kreis Viersen unter der 02151/92-2200. Den Ausbildungsuchenden bietet die Agentur für Arbeit viele Unterstützungsmöglichkeiten an: Neben der individuellen Beratung und der Vermittlung von Ausbildungsstellen können auch Kosten übernommen werden, die bei Vorstellungsgesprächen oder der Aufnahme eines weiter entfernten Ausbildungsplatzes anfallen. Auch während der Ausbildung kann die Agentur mit der assistierten Ausbildung die Azubis unterstützen, wenn die Leistungen in der Berufsschule nicht ausreichen und Nachhilfe benötigt wird, um einen Ausbildungsabbruch zu vermeiden.

Die Unternehmen bittet Rademacher-Bensing, freie oder zusätzliche Ausbildungsstellen dem Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit zu melden. Betriebe erreichen den Arbeitgeberservice der Agentur für Arbeit entweder unter der kostenfreien Servicenummer 0800 4 5555 20 oder direkt über den persönlichen Ansprechpartner. Hier werden auch Fragen zu einer möglichen Ausbildungsprämie geklärt.

Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz von der Agentur für Arbeit Krefeld, der IHK Mittlerer Niederrhein und der Kreishandwerkerschaft Niederrhein Mitte November werden zum Abschluss des Berufsberatungsjahres die Jahresbilanzen gemeinsam präsentiert.