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Verhandlung nach Tod von Siebenjährigem

Amtsgericht Düsseldorf spricht Kinderärzte frei

Das Düsseldorfer Amtsgericht hat zwei Ärzte dem Vorwurf der fahrlässigen Tötung eines siebenjährigen Kindes freigesprochen.

Düsseldorf - Der Junge war nach Gerichtsangaben im Herbst 2016 an den Folgen eines Darmverschlusses verstorben. Das Gericht ging demnach zwar davon aus, dass eine Operation mit hoher Wahrscheinlichkeit das Leben des Jungen gerettet hätte. Ein fahrlässiges Handeln der Kinderärzte sei aber nicht feststellbar.

Das Gericht verwies den Angaben zufolge unter anderem auf die Anhörung eines Sachverständigen in der Hauptverhandlung. Der Sachverständige hatte es demnach für vertretbar gehalten, dass die Kinderärzte das Kind konservativ behandelten - also ohne operativen Eingriff. Die Indikation einer Operation habe zudem im Verantwortungsbereich der Chirurgie des Krankenhauses gelegen.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Staatsanwaltschaft hatte zwar ebenfalls Freispruch beantragt, kann jedoch binnen einer Woche Berufung oder Revision gegen den Richterspruch einlegen.

(xity, AFP)


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