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Verdi will Warnstreiks in öffentlichem Dienst kommende Woche wieder ausweiten

Gewerkschaft kündigt neue flächendeckende Arbeitsniederlegungen an

Vor der neuen Verhandlungsrunde im Tarifstreit im öffentlichen Dienst will die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks in der kommenden Woche erneut massiv ausweiten. Aktionen würden dann "stark intensiviert", sagte eine Sprecherin in Berlin.

Vor der neuen Verhandlungsrunde im Tarifstreit im öffentlichen Dienst will die Gewerkschaft Verdi ihre Warnstreiks in der kommenden Woche erneut massiv ausweiten. Aktionen würden dann "stark intensiviert", sagte eine Sprecherin am Freitag in Berlin. Weitere Einzelheiten sollen am Montag bekanntgegeben werden.

Die Verdi-Landesbezirke in Nordrhein-Westfalen und Hessen kündigten am Freitag bereits umfassende Arbeitsniederlegungen an. Im bevölkerungsreichsten Bundesland Nordrhein-Westfalen soll es am Dienstag einen landesweiten Streik in sämtlichen Bereichen geben, darunter in Nahverkehr, Krankenhäusern und Kitas. Auch in Hessen sollen ab Dienstag diese und andere Bereiche wie Müllabfuhr und Stadtverwaltungen betroffen sein.

Die Tarifverhandlungen für 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen sollen am 15. und 16. April in dritter Runde fortgesetzt werden. In den beiden vorangegangenen Verhandlungsrunden gab es keine Annäherung.

In der Woche vor Ostern hatten die Gewerkschaften bundesweit bereits massive Streiks organisiert. Laut Verdi beteiligten sich daran 70.000 Beschäftigte. Unter anderem im öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen gab es massive Auswirkungen.

Seit Ostern beschränkten sich die Gewerkschaften zunächst auf regionale Aktionen. Am Freitag traten in Berlin nach Angaben von Verdi etwa 5500 Mitarbeiter der Stadtreinigung und der Berliner Wasserbetriebe in einen ganztägigen Warnstreik.

Die Gewerkschaften des öffentlichen Diensts fordern ein Gehaltsplus von sechs Prozent, mindestens aber 200 Euro monatlich mehr. Gleichzeitig sollen die Ausbildungsvergütungen und Praktikantenentgelte um 100 Euro pro Monat erhöht werden.

Zudem verlangt Verdi, Auszubildende nach erfolgreichem Abschluss verpflichtend zu übernehmen. In den ersten beiden Verhandlungsrunden legten die Arbeitgeber kein Angebot vor.

© 2018 AFP


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