19.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Verdi fordert Pflegemindestlohn von 12,50 Euro

Verdi fordert Pflegemindestlohn von 12,50 Euro

Verhandlungen am Freitag in Berlin

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert für Hilfskräfte im Pflegebereich einen Mindestlohn von generell 12,50 Euro pro Stunde. Auch dürften Pflegekräfte ohne Tarifbindung nicht schlechter gestellt werden als Tarifbeschäftigte.

Die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi fordert für Hilfskräfte im Pflegebereich einen Mindestlohn von generell 12,50 Euro pro Stunde. Es gehe nicht an, dass eine so anstrengende wie verantwortungsvolle Tätigkeit derartig schlecht bezahlt werde, erklärte Verdi-Vorstandsmitglied Sylvia Bühler am Donnerstag in Berlin. Auch dürften Pflegekräfte ohne Tarifbindung nicht schlechter gestellt werden als Tarifbeschäftigte.

Die Pflegemindestlohnkommission, in der Arbeitnehmer und Arbeitgeber vertreten sind, kommt am Freitag in Berlin zu ihrer ersten Verhandlungsrunde zusammen. Die bisherige Mindestlohnregelung läuft Ende 2014 aus. Für eine Anschlussregelung hatten sich sowohl Arbeitnehmer- als auch Arbeitgebervertreter ausgesprochen. Derzeit gilt für Pflegehilfskräfte im Osten Deutschlands ein Mindestlohn von acht Euro und im Westen von neun Euro.

"Ein bundesweiter Tarifvertrag für die Pflege unter Einbindung aller Arbeitgebergruppen wäre für die Beschäftigten die bessere Lösung", erklärte Bühler mit Blick auf die Mindestlohnverhandlungen. Die im Pflegebereich stark vertretenen kirchlichen Träger handeln bislang eigene Tarifverträge im Rahmen des kirchlichen Arbeitsrechts aus. An den Mindestlohnverhandlungen sind die Kirchen aber beteiligt.

© 2014 AFP


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