17.08.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Verdi bestreikt Nahverkehr in mehreren Bundesländern

Verdi bestreikt Nahverkehr in mehreren Bundesländern

Am Donnerstag Streiks an sieben Flughäfen geplant

Durch die Warnstreiks im öffentlichen Dienst ist der Nahverkehr in mehreren Bundesländern behindert - betroffen sind vor allem Bayern und Baden-Württemberg.

Düsseldorf - Mit erneuten Warnstreiks in mehreren Bundesländern haben die Gewerkschaften ihre Gehaltsforderungen in der Tarifrunde für den öffentlichen Dienst untermauert. Nach Angaben der Gewerkschaft Verdi sind Beschäftigte unter anderem in Bayern und Baden-Württemberg zu Arbeitsniederlegungen aufgerufen. Ein Schwerpunkt der Proteste ist demnach der öffentlichen Nahverkehr: In Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen blieben vielerorts Busse und Bahnen in den Depots. Streiks im Nahverkehr gibt es auch unter anderem auch in Sachsen und Hessen.

Am Donnerstag will Verdi die Warnstreiks nochmals deutlich ausweiten. Dann soll auch während der Frühschicht an sieben großen Flughäfen gestreikt werden, darunter Frankfurt am Main, Düsseldorf, München und Köln/Bonn. Es sei davon auszugehen, dass es am Donnerstag "zu erheblichen Verzögerungen im Flugverkehr sowie zu Flugausfällen kommen wird", teilte die Dienstleistungsgewerkschaft mit.

Verdi und die anderen Gewerkschaften fordern für 2,1 Millionen Mitarbeiter des öffentlichen Diensts von Bund und Kommunen ein monatliches Lohnplus von 100 Euro sowie eine Gehaltssteigerung von 3,5 Prozent. Die Arbeitgeber lehnen die Forderung nach 100 Euro pauschalem Lohnplus für alle ab, sind aber nach den Worten von Bundesinnenminister Thomas De Maizière (CDU) zu einer "sozialen Komponente" bereit.

Die Tarifverhandlungen sollen am Montag und Dienstag in Potsdam in dritter Runde fortgesetzt werden. In der zweiten Verhandlungsrunde hatte es laut Verdi eine Annäherung, aber keinen Durchbruch gegeben.

(xity, AFP)


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