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US-Schüler in Krefelder Gastfamilien

OB Kathstede hat "Indianer" im Rathaus empfangen

Oberbürgermeister Gregor Kathstede hat 17 Studierende und drei Lehrerinnen der Sommerakademie aus verschiedenen Städten des Bundesstaates Indiana/USA im Krefelder Rathaus empfangen.

Krefeld - Zur Begrüßung kamen auch die US-amerikanische Vize-Konsulin Sarah Glassburner-Moen aus Düsseldorf sowie der Bundestagsabgeordnete Ansgar Heveling. Im Rahmen der 50. Sommerakademie der Indiana Universität für Deutsche Sprache und Kultur sind die US-amerikanischen Gäste noch bis Ende Juli 2014, in der Seidenstadt. Die Studenten sind Sprachschüler des "Honors Program in Foreign Languages“ und dürfen während ihres Aufenthaltes in Krefeld nur Deutsch sprechen. Seit 1964 wird die Sommerakademie der Universität von Indiana in Krefeld durchgeführt. Außerdem findet sie in Frankreich, Spanien, Mexiko, Chile und China statt. Deutsche Koordinatorin ist die Krefelderin Barbara Rogge.

In der Gruppe steht während des Empfangs auch der 15-jährige Ayden, der Jüngste der Krefelder "Indianer“. Seit drei Jahren lernt er auf der High School in Evansville im Süden von Indiana mit Begeisterung Deutsch als Fremdsprache. Am Pfingstmontag kam er früh morgens am 9. Juni 2014, nach einem mehr als achtstündigen Flug von Chicago nach Düsseldorf und einer kurzen Bustour am Krefelder Zoo an. Seine dort wartenden Gasteltern Irene und Carsten Ehlers begrüßte er in perfektem Deutsch mit dem Satz: "Ich bin sehr müde“. Für die kommenden sieben Wochen wohnt der junge US-Amerikaner nun bei ihnen in Traar, wo die beiden Gastgeschwister (zwölf und 15 Jahre) den Neuankömmling herzlich willkommen hießen. Das Kennenlernen findet an diesem Morgen beim gemeinsamen Frühstück auf der Terrasse statt. Es gab kein Toastbrot und Ayden muss zuerst lernen, niederrheinische Brötchen aufzuschneiden. Auch das Frühstücksei wird auf seine Frage: "So, und was mache ich jetzt damit?“ unter Anleitung des Gastvaters anschließend gekonnt geköpft. "Von Beginn an haben wir viele gelacht. Ayden passt sehr gut in unsere Familie“, berichtet Irene Ehlers. Nach dem Frühstück, dem Bezug des Zimmers und einem Bad im Pool schlief der erschöpfte Gast mit Jetlag im Garten ein.

Am folgenden Tag erkundete Ayden mit seiner Gastfamilie den Stadtteil Traar. Hoch führte der Weg auf den Egelsberg zum Flugplatz und zur Windmühle. Dann ging es ins Dorf. Dort folgte nachmittags das erste Eis in der naheliegenden Eisdiele: "Wow!“, lautete der Kommentar des begeisterten Amerikaners. Auf die Begrüßung auf Englisch durch einen Bekannten der Gasteltern antwortete Ayden jedoch selbstbewusst: "Ich spreche nur Deutsch.“ Konsequent hält er sich damit an den Ehrenkodex der Sommerakademie. Dem "Bye, bye“ zum Abschied entgegnete er lässig ein "Auf Wiedersehen“. Auch die anderen jungen Amerikaner hielten sich beim abendlichen Treffen der Gastfamilien zum Grillen an die strenge Vorgabe der Akademie und tauschten ihre ersten Eindrücke nur auf Deutsch aus.

Damit sich ihre Deutsch-Kenntnisse weiter verbessern, büffeln die "Indianer“ nun morgens immer in der Volkshochschule. Dort nehmen sie an den Fächern deutsche Grammatik, Kultur und Kommunikation teil. "Was er in so kurzer Zeit hier schon gelernt hat, ist enorm“, sagt Irene Ehlers. In der Gastfamilie funktioniert die Integration des Amerikaners ausgezeichnet. "Wir schauen uns alle WM-Spiele an. Ayden hat dafür schon ein Deutschland-Shirt und Schal bekommen“, berichtet Irene Ehlers. Krefeld und die Umgebung hat der 15-Jährige inzwischen auch besser kennengelernt. "Den Workshop im Kresch-Theater fand ich cool“, sagt Ayden. Und auch das Paddeln auf der Niers mit den Gastfamilien sei toll gewesen. Auf dem Erkundungsprogramm stehen jetzt noch ein Wochenende in Berlin und ein Ausflug nach Aachen. "Ich möchte mit ihm auf jeden Fall noch in die Kunstmuseen und die neue Ausstellung Häkelkosmos des Textilmuseums“, sagt Irene Ehlers. Einen Abstecher in die Niederlande, das Folkwang-Museum in Essen und dem Duisburger Hafen habe sie auch noch vorgesehen. Und zum Unabhängigkeitstag der USA am 4. Juli 2014, besuchen sie die Burg Linn, wo sie auch ein Picknick machen werden.


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