Urlauber ärgern sich über Staus an Mautstationen

Großteil wünscht sich automatisierte Systeme

Staus und lange Wartezeiten an den Mautstationen im europäischen Ausland sind laut einer aktuellen Umfrage für rund jeden zweiten deutschen Urlauber ein Ärgernis.

Rosenheim - Das dürfte sich in der Feriensaison 2021 zusätzlich verstärken: In Coronazeiten wird das Auto von den Bundesbürgern als das mit Abstand sicherste Transportmittel eingestuft - 76 Prozent planen in diesem Jahr, mit dem eigenen Fahrzeug zu verreisen. An den klassischen Maut-Kontrollstellen kommen die Urlauber aber bisher ohne Reiseunterbrechung nicht vorbei. 52 Prozent berichten aus eigener Erfahrung von Staus an den Mautstellen. 40 Prozent mussten ihre Reise in der Vergangenheit unterbrechen, um eine Vignette zu kaufen.

European-Electronic-Toll-Service nur für LKW

Für den Lastwagenverkehr hat die Europäische Union inzwischen einen Service eingerichtet, mit dem die Maut ohne Stopps via Bordgerät elektronisch bezahlt werden kann. Der European-Electronic-Toll-Service (EETS) ist für private Fahrzeuge allerdings nicht zugänglich.

Mautbezahlsystem automatisieren - europaweit

Rund 70 Prozent der Befragten sind für ein automatisches Mautbezahlsystem, dass europaweit für alle Teilnehmer gleich funktioniert. Zwei Drittel befürworten, dass Vignetten künftig bei Grenzübertritt elektronisch abgerechnet werden. Die Vorteile automatisierter Mautsysteme sind aus Sicht der Verbraucher vielfältig: Rund 80 Prozent versprechen sich von den digitalen Mautboxen, dass Staus an den Mautstationen entfallen. Ebenso viele halten die positive Wirkung auf die Schadstoffbelastung im Straßenverkehr für wichtig, weil das Stop-and-Go an den Mautstellen durch die drahtlose Bezahlung ein Ende findet.