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Urban Gardening in Ratingen

Online-Umfrage startet am 8. Januar 2016

Mit Beginn des Jahres 2016 möchte die Stadt Ratingen neue Wege in der ökologischen Stadtentwicklung gehen und interessierten Bürgern öffentliche Flächen zur eigenen Gestaltung zur Verfügung stellen.

Ratingen - Gemeint ist das Projekt Urban Gardening. Dabei geht es zum einen um öffentliche Gemeinschaftsgärten in der Stadt, die sich unter anderem auch positiv auf das Klima auswirken. Zum anderen wächst das Bedürfnis der Menschen nach Grün in der Stadt, sinnvollem Mitgestalten des eigenen Wohnumfeldes, nach gesunden Lebensmitteln und gemeinschaftlichem Tun.
 
Menschen jeden Alters und Nationalität finden sich zum Säen, Ernten und Weiterverarbeiten zusammen, jeder kann sich mit seinem Wissen einbringen und das soziale Leben in der Nachbarschaft mit gestalten. Oft ergeben sich hieraus  die unterschiedlichsten Aktivitäten zu Themen wie ?Ernährung?, ?Klimawandel?, ?Partizipation?, ?Nachhaltigkeit? oder ?Inklusion?. Gemeinschaftlich genutzte Gärten beleben den öffentlichen Raum, in dem für Jedermann wieder Natur erlebt werden kann, der Austausch zwischen den Generationen und die Integration Benachteiligter oder anderer Kulturkreise möglich ist - eben ein Ort der Begegnung.
 
Der Stadtverwaltung Ratingen kommt die Aufgabe zu, das Projekt in der eigenen Stadt anzuschieben, so dass sich Urban Gardening als eigenständiges Bürgerschaftsprojekt weiter entwickeln kann. Als mögliche Standorte für Urban Gardening-Projekte kommen Flächen an der Wallstraße und der Fritz-Windisch-Straße in Betracht. Wie der Stadtentwicklungs- und Umweltausschuss im September 2015 beschlossen hat, wird eine Online-Umfrage vorgeschaltet, um zunächst ein Meinungsbild aus der Bevölkerung zu erhalten. Diese startet am Freitag, 8. Januar 2016, für vier Wochen auf der Stadt-Homepage. Jeder kann sich daran beteiligen - einzelne Bürger, Vereine, Kinder und Jugendliche genauso wie ältere Menschen, Menschen mit Handicaps oder Menschen aus anderen Kulturkreisen, eben querbeet und kunterbunt.
 
Eine Einladung erhielt die Stadt Ratingen auch schon von der Initiative ?Düsselgrün? nach Düsseldorf-Oberbilk am Samstag, 23. Januar 2016. Wer mitfahren möchte oder Fragen zum Projekt hat, meldet sich bitte bei per E-Mail angelika.genieser@ratingen.de oder unter Tel. (02102) 550-6731.
 
Die Welt des Urban Gardening ist international. Es gibt unzählige Projekte auf allen Kontinenten, bunt und kreativ und voller Möglichkeiten, so dass die Zahl der Urban-Gardening-Projekte von Jahr zu Jahr wächst, in kleinen wie in großen Städten.
 
Die Bewegung hat ihre Wurzeln in den New Yorker Gemeinschafsgärten Ende der 1970er-Jahre, in denen Menschen Brachflächen und Hausdächer zu grünen Oasen erblühen ließen. Die bundesweit tätige Stiftungsgemeinschaft Anstiftung & Ertomis zählt mittlerweile fast 500 Gemeinschaftsgärten ganz unterschiedlichsten Charakters und Größe, wobei alles in den 1990er-Jahren mit einem internationalen Garten in Göttingen begann.
 
Gemeinsam ist allen Urban Gardening-Projekten das Bürgerschaftlich Engagement und die selbständige Organisation, meist als Verein. Die Stiftungsgemeinschaft steht vor allem auch in Gründung befindlichen Projekten kostenlos beratend zu Seite und stellt hilfreiche Informationen zu vielen Themen rund ums Gärtnern, aber auch zu Organisation, Vereinsgründung, Repair-Café u.a. zur Verfügung.


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