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Uraufführung von Kafkas "Der Prozess" in Krefeld

Neue Dramatisierung von Franz Mestre

"Der Prozess" von Franz Kafka wird am Samstag, 22. Februar 2014, in einer neuen Dramatisierung im Krefelder Kinder- und Jugendtheater Kresch in der Fabrik Heeder uraufgeführt.

Krefeld - Inspiriert von der Neuordnung der Romanfragmente durch Christian Eschweiler hat Regisseur Franz Mestre eine gut zweistündige Bühnenversion geschaffen. Dabei verwendet er ausschließlich den Originaltext des 1925 posthum veröffentlichten Buchs. In Mestres Inszenierung dreht sich die Welt um Josef K. Die in Schwarz, Weiß und Grau gehaltenen Bühnenelemente stehen alle auf Rollen. "Die Umbauten werden Teil des Spiels. Da entsteht eine große Leichtigkeit“, beschreibt der Regisseur. "Alle Figuren um ihn verändern so den Raum. Der Zuschauer hat die Chance, hinter die Kulissen zu blicken, was Josef K. nicht hat. Er lebt nur in seiner Welt“, erklärt Mestre.

Für das Team des Kresch-Theaters ist es die größte Produktion der Spielzeit. "Ich glaube, dass wir viele Jugendliche mit Kafka überraschen können. Er hat einen extremen Sog, dieser Kafka und der Prozess“, so Mestre. Dabei dürfen sich die Zuschauer wohl auch auf einen anderen als den depressiv stigmatisierten Kafka freuen. Denn Mestre sieht in dem absurden Text durchaus Parallelen zu den frühen Slapstickfilmen und der britischen Comedy-Serie "Monty Python’s Flying Circus“. "Es sind fast szenische Beschreibungen“, so der Regisseur. Diese Nähe zum frühen Film mag auch daran liegen, dass sich Kafka in den 1910er-Jahren Filmvorführungen auf Jahrmärkten angesehen habe. Und zum absurd-komischen Aspekt bemerkt Mestre, Kafka sei für seine Lachanfälle während der Lesung von "Der Prozess“ bekannt gewesen.

Einmal mehr konnte das Kresch-Theater den Schauspieler Matthias Oelrich (Iphigenie auf Tauris) für eine Inszenierung gewinnen. "Darüber freue ich mich sehr, weil ich auch verschiedene Generationen auf der Bühne sehen wollte“, so Mestre. Matthias Oelrich wird, wie fast alle Ensemblemitglieder, unterschiedliche Charaktere verkörpern. Einzig Sunga Weineck spielt nur den Josef K. Erstmals bei Kresch werden Amely Draeger aus Köln und Thorsten Strunk aus Dortmund neben Helge Fedder und Heide Michels spielen.

Die Premiere von "Der Prozess“ am Samstag, 22. Februar 2014, um 19 Uhr auf der Studiobühne I, Virchowstraße 130, ist fast ausverkauft. Gleiches gilt für die nächste Vorstellung am Sonntag, 23. Februar 2014, um 19 Uhr. Weitere Aufführungen sind am Sonntag, 30. März 2014, und Dienstag, 1. April 2014. Der Eintritt kostet zwölf Euro, ermäßigt fünf Euro. Gruppen zahlen ab zehn Personen vier Euro pro Zuschauer. Das Stück "Der Prozess“ wird empfohlen für Jugendliche ab 14 Jahren. Weitere Informationen und das Kresch-Programm stehen auf der Internetseite www.kresch.de.


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