Unwetter in Süddeutschland fordern drei Todesopfer

Feuerwehrmann bei Rettungsversuch ums Leben gekommen

Die Unwetter über Süddeutschland haben in Baden-Württemberg bis zu drei Menschen das Leben gekostet.

Berlin - In Schwäbisch Gmünd kam ein Feuerwehrmann bei einem Rettungseinsatz ums Leben, wie die Stadtverwaltung am frühen Montagmorgen mitteilte. Auch der Mensch, den der Feuerwehrmann bergen wollte, sei "vermutlich" tot. In Weißbach bei Heilbronn ertrank ein Mann in einer vollgelaufenen Tiefgarage.

Die Unglücksstelle am Bahnhof von Schwäbisch Gmünd war am frühen Montagmorgen noch überschwemmt, eine Bergung der dort vermutlich ertrunkenen Person sei deswegen zu gefährlich, teilte die Stadtverwaltung weiter mit. Die Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf. Die Gmünder Feuerwehr zeigt sich erschüttert über den Tod des ehrenamtlichen Feuerwehrmannes.

Das Unwetter über der Ostalb hatte die Pegel der Flüsse Rems und Josefsbach am Nachmittag in kürzester Zeit extrem anschwellen lassen. Die meisten Unterführungen in Schwäbisch Gmünd seien vollgelaufen, teilte die Verwaltung mit. Zahlreiche Fahrzeuge standen komplett im Wasser und die Einsatzkräfte mussten mehrere Menschen aus ihren Fahrzeugen retten. Im Hölltal waren mehrere Gäste für längere Zeit durch die Wassermassen in einer Gaststätte eingeschlossen.

In Weißbach nordöstlich von Heilbronn wurden mehrere Menschen in einer Tiefgarage vom einstürzenden Wasser überrascht, wie die Polizei von Heilbronn auf Nachfrage mitteilte. Ein 60-Jähriger habe es nicht mehr ins Freie geschafft und sei von Tauchern tot geborgen worden. In der Region seien viele Straßen überschwemmt und von Geröll bedeckt. Weitere Menschen seien aber nicht zu Schaden gekommen.

Der Deutsche Wetterdienst warnte gegen 04.00 Uhr noch vor Unwettern südlich von Stuttgart und Wiesbaden. Von Nordbayern bis nach Rheinland-Pfalz sei unwetterartiger Regen mit Gewittern möglich.

Allein beim Lagezentrum Ulm waren am Sonntag bis 21.00 Uhr fast 500 Notrufe eingegangen. Viele Ortsdurchfahrten waren wegen Überflutungen gesperrt, teilte die Polizei Ulm mit. Eine Frau sei aus einem Keller befreit und mit Unterkühlung an die Rettungskräfte übergeben worden. Alleine im Landkreis Heidenheim hatte die Feuerwehr um Mitternacht noch hundert Einsatzstellen zu bewältigen.

(xity, AFP)