26.04.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Unwetter-Bilanz fällt glimpflich aus

Unwetter-Bilanz fällt glimpflich aus

Feuerwehr auch in Essen und Mülheim im Einsatz

Im Vergleich zu umliegenden Städten und Gemeinden fällt die Krefelder Bilanz der Unwetter an Pfingstmontag, abgesehen von dem tragischen Todesfall in Hüls, glimpflich aus.

Krefeld - Bisher liegen rund 100 Totalschäden an Bäumen im Bereich von Straßen, Grünanlagen, Öffentlichen Einrichtungen, Friedhöfen und Wäldern vor. Der Westbezirk, insbesondere der Forstwald, war am stärksten betroffen. Darüber hinaus wurden mehrere hundert Kronenausbrüche und Astausbrüche registriert, die aber nicht dazu führen, dass es ein Betretungsverbot für die Wälder und Parkanlagen in Krefeld gibt. Es wird jedoch insbesondere in den Wäldern um eine erhöhte Achtsamkeit gebeten. Das Unwetter hat kleine und große Bäume, Flachwurzler, Herzwurzler, Tiefwurzler, Nadel- und Laubgehölz getroffen, eine bestimmte Baumart war nicht betroffen. Stürme dieser Art sind immer eine Gefahr für den gesamten Baumbestand.
Der Fachbereich Grünflächen wird mit den Aufräumarbeiten noch mindestens zwei Wochen beschäftigt sein. Die Baumbestände werden auf Gefahrenstellen im Rahmen einer visuellen Kontrollfahrt überprüft. Bei kritischen Bäumen erfolgt die "Sturm-Kontrolle“ durch die zertifizierten Baumkontrolleure. Rund 20 Baumkontrolleure sind zur Zeit im Einsatz.
Die Feuerwehr war in Krefeld auf rund hundert Einsätzen. Die Berufsfeuerwehr und alle Einheiten der Freiwilligen Feuerwehr waren mit 150 Kräften im Einsatz, um Gefahrenstellen zu beseitigen. Unterstützung erhielten sie durch die Schnelleinsatzgruppe des Malteser Hilfsdienstes. Nicht vergessen werden darf der tragische Todesfall am Steeger Dyk in Hüls. Hier wurde ein Fahrradfahrer von einem herabstürzenden Ast getroffen, der eine Stromleitung mitgerissen hatte. Dabei zog er sich tödliche Verletzungen zu. Wiederbelebungsversuche der Feuerwehr und des Rettungsdienstes blieben erfolglos. Bei dem Einsatz verletzte sich auch ein Feuerwehrmann leicht. Er wurde zur Beobachtung in ein Krankenhaus gebracht. Bei einem Dachstuhlbrand in der Straße An de Welt erlitten vier Personen, darunter zwei Kinder, eine Rauchvergiftung. Hier war ein Blitz in ein Reihenhaus eingeschlagen und hatte das Dach in Brand gesetzt. Die Verletzten wurden vorsorglich in Krankenhäuser gebracht.
Da Krefeld nicht so stark betroffen war wie umliegende Gemeinden und Städte, war es den Einsatzkräften möglich, dort zu helfen. So war die "Bereitschaft 3“ zur überörtlichen Hilfe in Essen im Einsatz. Sie setzt sich aus Mannschaften der Feuerwehren Mönchengladbach, Viersen und Krefeld zusammen. Von den 195 Mann gehören 58 zur Krefelder Wehr. In Essen räumten sie mit fünf Drehleiter-Hubrettungsfahrzeugen Verkehrswege frei. Die gleiche Bereitschaft war am vergangenen Wochenende auch in Mülheim an der Ruhr, um zahlreiche Unwetter-Schäden abzuarbeiten. Entsendet wurden diesmal insgesamt 147 Kräfte mit 29 Fahrzeugen.

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