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Unternehmen wollen weniger im Ausland investieren

Unternehmensinvestitionen im Ausland gehen zurück

Die Unternehmen in der Region Düsseldorf/Mittlerer Niederrhein investieren weniger im Ausland. Dies geht aus einer Umfrage der Industrie- und Handelskammern Düsseldorf und Mittlerer Niederrhein unter rund 900 Unternehmen hervor.

Düsseldorf - „Das geringere Auslandsengagement ist eine Folge der weltwirtschaftlichen Unsicherheiten“, erklärt Gregor Berghausen, Hauptgeschäftsführer der IHK Düsseldorf. Gründe hierfür seien die ungeklärten künftigen Beziehungen zu Großbritannien, die Konfliktherde im Nahen Osten, die Handelsstreitigkeiten zwischen China und den USA sowie der zunehmende Protektionismus.
25 Prozent der im Ausland aktiven Unternehmen wollen ihre Auslandsbudgets daher in diesem Jahr senken, 19 Prozent beabsichtigen eine Erhöhung. Damit gaben die Betriebe zum zweiten Mal in Folge an, dass sie ihre Investitionen im Ausland senken werden. Seit der Wirtschaftskrise 2009 war dies nur einmal der Fall – im Spätsommer 2016 und zu Jahresbeginn 2017.
Insbesondere der Großhandel und die Dienstleister wollen ihr Engagement in den ausländischen Betriebsstätten zurückfahren. In der Industrie werden die Budgets dagegen insgesamt konstant gehalten (22 Prozent der verarbeitenden Betriebe wollen dieses erhöhen, 21 Prozent dagegen senken).
Die Motivation für Auslandsinvestitionen ist bei vielen Firmen ähnlich: Für 76 Prozent der Unternehmen insgesamt und für 89 Prozent der auslandsaktiven Industrieunternehmen spielt die Kundennähe eine große Rolle. Der Aufbau eines Vertriebs- oder Kundendienstes ist die wesentliche Ursache für die Investitionen von 60 Prozent der Unternehmen. Immer mehr Industrieunternehmen bauen hingegen direkt ausländische Dependancen auf, um Handelshemmnisse wie Zölle zu umgehen. Für 21 Prozent der Industrieunternehmen liegt ein wichtiger Grund dafür in „geringeren Handelshemmnissen“. Vor zwei Jahren lag der entsprechende Wert noch bei 14 Prozent.
Weiterhin ist die Eurozone für 71 Prozent (vorher: 66 Prozent) die bedeutendste Zielregion mit leicht steigender Tendenz. Auch die sonstigen EU-Staaten gewinnen an Bedeutung. China nennen 22 Prozent aller auslandsaktiven Betriebe. Das ist etwa der Wert vom vergangenen Jahr. Bei den Industrieunternehmen ist die Bedeutung des Reichs der Mitte im Vergleich zum vergangenen Jahr gestiegen: 40 Prozent nannten China als Zielregion für Auslandsinvestitionen, zu Jahresbeginn 2019 waren es 30 Prozent.


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