Universität Gießen überprüft Dissertation von Kanzleramtschef Braun

Vorwürfe "von Einzelperson" an Hochschule herangetragen

Die Universität Gießen überprüft die Dissertation von Kanzleramtschef Helge Braun (CDU).

Gießen/Berlin - Hintergrund sind Vorwürfe, die "von einer Einzelperson" Ende Januar dieses Jahres an die Hochschule herangetragen wurden, wie die Universität am Donnerstag mitteilte. Dabei gehe es um das Verhältnis der 2007 vorgelegten Doktorarbeit zu einer zuvor erschienenen Publikation mit Braun als Koautor sowie um mögliche Überschneidungen mit anderen Schriften.

Braun selbst bat um die Überprüfung der Vorwürfe. Der Arzt und CDU-Politiker schrieb am Mittwochabend im Kurzbotschaftendienst Twitter, er habe "heute die Öffentlichkeit informiert, dass die Justus-Liebig-Universität Gießen auch auf meine Bitte hin den Bezug einer vorausgegangenen Teilpublikation der Ergebnisse von mir und anderen Autoren zu meiner Dissertation überprüft".

An der Universität gibt es für solche Fälle ein abgestimmtes Prozedere. Die Ombudsperson der Hochschule unterzog den Vorwurf den Angaben zufolge bereits einer ersten Prüfung und übergab das Vorermittlungsverfahren im Februar satzungsgemäß an den Vorsitzenden der Kommission zur Sicherung der guten wissenschaftlichen Praxis.

Die Beteiligten konnten inzwischen Stellung dazu nehmen. Nach Abschluss der Vorprüfung im April sei nunmehr die Kommission zur Sicherung guter wissenschaftlicher Praxis mit der Weiterführung des Verfahrens betraut, erklärte die Hochschule. Wann es ein Ergebnis geben wird, war offen.

(xity, AFP)