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Unionspolitiker: Über Fußball-WM in Russland nachdenken

SPD und Linke kritisieren Überlegungen

In der Debatte über Sanktionen gegen Russland wegen dessen Vorgehen auf der Krim sollte nach Ansicht des CDU-Abgeordneten Michael Fuchs über die Vergabe der Fußballweltmeisterschaft 2018 an das Land neu nachgedacht werden.

Berlin - "Ob es vor dem Hintergrund der aktuellen Ereignisse wirklich angemessen ist, in vier Jahren eine Fußballweltmeisterschaft in Russland auszurichten, das kann man durchaus in Frage stellen", sagte der Vize-Vorsitzende der Unionsfraktion der "Frankfurter Allgemeine Zeitung".

Solche "weichen Sanktionen" müssten allerdings Teil eines breiter angelegten Vorgehens sein. Dazu gehöre, die Abhängigkeit von Öl- und Gaslieferungen aus Russland zu überdenken. "Ich halte es für angebracht, das sich die deutsche Wirtschaft mehr um alternative Bezugsquellen für Gas- und Öl kümmert", sagte Fuchs der Zeitung. Damit würden Deutschland und Europa weniger erpressbar.

Politiker von SPD und Linken kritisierten die Äußerungen Fuchs´. "Im Augenblick der besorgniserregenden Krise um die Ukraine und die Krim ist die Stunde der besonnenen Diplomatie und der abwägenden Vernunft", sagte der SPD-Bundesvize Ralf Stegner "Handelsblatt Online". Die Eskalation der "verbalradikalen Interviews und Sanktionsforderungen" nutze niemandem und beeindrucke sicher auch weder die Machthaber in Moskau noch die in Kiew.

Der Vorsitzende der Linkspartei, Bernd Riexinger, sagte "Handelsblatt Online", Boykott sei Unfug. "Die Logik der Eskalation führt unweigerlich in Konfrontation." Fußball dagegen baue Brücken.

(xity, AFP)


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