Unionsforderung nach härteren Strafen für Drängler in Rettungsgassen

Verkehrsexperte: Auch Fahrverbote für Drängler denkbar

Wer Rettungsfahrzeugen im Hilfseinsatz hinterher fährt, soll nach dem Willen der Union härter bestraft werden.

Berlin - Der verkehrspolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Bundestag, Ulrich Lange, forderte im Nachrichtenmagazin "Focus" "härtere Sanktionen" für Kraftfahrer, die bei Unfällen Rettungsfahrzeugen in Rettungsgassen unerlaubt folgen.

"Leider erlebt man auf Autobahnen immer wieder, dass sich dreiste Autofahrer an Rettungsfahrzeuge regelrecht dranhängen, um schneller voranzukommen", begründete Lange seinen Vorstoß. "Das ist nicht nur unverschämt, sondern gefährdet auch andere Verkehrsteilnehmer und die Fahrer selbst."

Der Bußgeldkatalog sieht für solche Verkehrsdelikte bislang keinen speziellen Paragrafen vor. Hier gelten lediglich allgemeine Verhaltensvorschriften der Straßenverkehrsordnung. Deswegen sollte die Polizei solche Drängler in Rettungsgassen künftig viel konsequenter bestrafen bis hin zu Fahrverboten, forderte Lange.

(xity, AFP)