24.10.2020 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Union will Telefonüberwachung gegen Wohnungseinbrüche

Union will Telefonüberwachung gegen Wohnungseinbrüche

Auch Steuererleichterungen für Technik geplant

Die Union will mehr gegen Wohnungseinbrüche tun und erwägt offenbar die Ausweitung der Telefonüberwachung. Außerdem sollen Vorkehrungen gegen Diebstähle wie neue Türschlösser steuerlich gefördert werden.

Angesichts der steigenden Zahl von Wohnungseinbrüchen will die Union der Polizei mehr Instrumente zur Verfolgung der Täter in die Hand geben. Der CDU-Innenexperte Wolfgang Bosbach forderte im MDR, Telefonüberwachung bei bandenmäßigen Einbruchdiebstählen zu ermöglichen. Die Fraktionsspitzen von Union und SPD wollen auf ihrer Klausur in Göttingen auch über Maßnahmen gegen Wohnungseinbrüche beraten.

Bosbach, der Vorsitzender des Bundestagsinnenausschusses ist, schlug zudem neue technische Standards beim Neubau von Wohnungen und Häusern vor. Die Versicherungen könnten es honorieren, "wenn jemand besondere technische Standards beachtet, die Einbruchdiebstähle unwahrscheinlicher machen".

Die von der Koalition geplante steuerliche Absetzbarkeit von Diebstahlsicherungen bezeichnete Bosbach als die "zweitbeste Lösung". Es dürfe nicht der Eindruck entstehen, als kapituliere der Staat vor den Tätern und überlasse es den Menschen, selbst für mehr Sicherheit zu sorgen. Unions-Parlamentsgeschäftsführer Michael Grosse-Brömer (CDU) brachte die Möglichkeit ins Gespräch, zur besseren Sicherung von Wohnungen auch die Programme der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu erweitern.

Neben den Maßnahmen zur Kriminalitätsbekämpfung wollen die Spitzen der Koalitionsfraktionen auf ihrer Klausur Beschlüsse für eine verbesserte Hospiz- und Palliativversorgung, die Förderung von Innovation und Technologietransfer sowie ein Papier mit dem Titel "Wirtschaft begründet Wohlstand" verabschieden. Geplant ist eine Diskussionsrunde mit Naturwissenschaftlern. Auch VW-Vorstandschef Martin Winterkorn wird als Gast erwartet. Mit dem derzeitigen Machtkampf bei VW habe die seit langem geplante Einladung aber nichts zu tun, hieß es in Koalitionskreisen.

© 2015 AFP


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