Union schließt Bundeswehreinsatz gegen IS nicht aus

Mißfelder: Beteiligung an Luftangriffen denkbar

Der außenpolitische Sprecher der Unionsfraktion im Bundestag, Philipp Mißfelder (CDU), hält einen Kampfeinsatz deutscher Soldaten im Kampf gegen die Dschihadistengruppe Islamischer Staat (IS) für möglich.

Berlin - "Das schließe ich bei diesen Luftschlägen nicht aus", sagte Mißfelder im ARD-"Morgenmagazin" auf eine entsprechende Frage. Auch im Bereich der Luftüberwachung oder mit Blick auf die Frage nach Überflugrechten könne Deutschland die von den USA geführte internationale Koalition gegen IS stützen. Bodentruppen "aus dem Westen insgesamt" seien aber nicht denkbar.

Zudem halte er eine Beteiligung der Bundeswehr an Ausbildungsmissionen für denkbar, sagte Mißfelder weiter. Er sei "eindeutig der Meinung, dass wir die Amerikaner unterstützen müssen". Der Kampf gegen IS sei "etwas, was uns alle verbindet" und werde "uns lange Zeit beschäftigen", sagte Mißfelder.

Die IS-Kämpfer kontrollieren Teile des Nordiraks auch mehrere Provinzen in Syrien. Mit Hilfe von Anfang August gestarteten US-Luftangriffe konnten sie bereits an einem weiteren Vormarsch im Irak gehindert werden. US-Präsident Barack Obama kündigte zuletzt eine Ausweitung der Angriffe auf Syrien an.

(xity, AFP)