„Woche der Wiederbelebung“

Laien-Reanimation kann Leben retten

„Jeder kann helfen. Es ist ganz einfach. Man muss nur ‚Prüfen. Rufen. Drücken‘ – das ist die Botschaft der Kampagne „Ein Leben Retten. 100 Pro Reanimation“

Kreis Borken - „Jeder kann helfen. Es ist ganz einfach. Man muss nur ‚Prüfen. Rufen. Drücken‘ – das ist die Botschaft der Kampagne „Ein Leben Retten. 100 Pro Reanimation“. Alles, was zur Laien-Reanimation benötigt wird, sind zwei Hände. Die wichtigste Botschaft von Landrat Dr. Zwicker und Hanjo Groetschel, Ärztlicher Leiter Rettungsdienst des Kreises Borken, lautet daher: „Sie können dabei nichts falsch machen. Alles ist besser, als nichts zu tun!“

Und so funktioniert die Laien-Reanimation:

Prüfen: Zuerst ist zu prüfen, ob der Betroffene normal atmet und ansprechbar ist.
Rufen: Danach folgt der Notruf über die 112. In vielen Fällen ist beim Notruf eine Anleitung zur Herzdruckmassage durch die Leitstellendisponenten möglich und sehr sinnvoll.
Drücken: Anschließend sollte sofort mit der Herzdruckmassage begonnen werden. Diese sollte bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ohne Unterbrechung fortgesetzt werden. Hierfür legt man die Hände zwischen die Brustwarzen des Betroffenen und drückt den Brustkorb 100 bis 120-mal in der Minute bei Erwachsenen fünf bis sechs Zentimeter tief ein. Tipp: Bekannte Lieder wie „Stayin´Alive“, „Highway to Hell“ oder „Atemlos durch die Nacht“ können dabei helfen, die erforderliche Frequenz für die Herzdruckmassage zu halten.
Zusätzlich kann eine Mund-zu-Mund Beatmung durchgeführt werden. Dies sollte aber nur umgesetzt werden, wenn der Ersthelfer oder die Ersthelferin sich dazu in der Lage fühlt. Meist reicht die alleinige Herzdruckmassage bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes aus, um ein Leben zu retten, da im Regelfall der noch im Blut vorhandene Sauerstoff für einige Minuten ausreicht. „Die Herzdruckmassage ist die Pflicht, die Mund-zu-Mund Beatmung die Kür“, erklärt Hanjo Groetschel. Natürlich gebe es aber immer Ausnahmen von der Regel: Bei Kleinkindern, Ertrunkenen und bei deutlich verzögertem Eintreffen des Rettungsdienstes sollte aufgrund des dann eintretenden Sauerstoffmangels möglichst auch immer beatmet werden.

Für eine konkrete Weiterbildung im Bereich Laien-Reanimation ist ein Erste-Hilfe-Kurs die richtige Anlaufstelle. Das Wissen rund um den umfassenden Bereich „Erste Hilfe“ sollten in regelmäßigen Abständen aufgefrischt werden. Dafür können sich Bürgerinnen und Bürger beispielsweise an die anerkannten Hilfsorganisationen in der Region wenden.

Zum Hintergrund: Woche der Wiederbelebung

Um verstärkt das Thema „Wiederbelebung“ in das Bewusstsein der Bevölkerung zu rücken, berichtet die Fachabteilung Rettungsdienst des Kreises Borken in einer fünfteiligen Serie im Rahmen der „Woche der Wiederbelebung“: Sowohl in den Printmedien und auf der Internetseite www.kreis-borken.de als auch in den Sozialen Medien auf den Kanälen des Kreises Borken gibt es jeden Tag hilfreiche und interessante Informationen aus dem Themenfeld „Wiederbelebung“.