„StadtGrün naturnah“ in Wertheim

Hier blüht, summt und schwirrt es bald

Schule im Taubertal macht bei „StadtGrün naturnah“ mit.

Wertheim - Wenn es in der Stadt grünt und blüht, dann wollen die Mädchen und Jungs der Außenstelle Wertheim der Schule im Taubertal unbedingt mitmachen. Deshalb wurde vor Kurzem auf dem Gelände an der Bismarckstraße ein kleiner Garten angelegt. Dort war am Montag Christoph Häfner von der Umweltabteilung der Stadtverwaltung ein gerne gesehener Gast. Denn er hatte jede Menge Tütchen mit Saatgut mitgebracht, deren Inhalt eine bis jetzt freigehaltene Fläche im Gärtchen in eine farbenfrohe Blühwiese verwandeln soll.

Die Stadt hat die Aktion „StadtGrün naturnah“ initiiert, die Förderschülerinnen und -schüler beschäftigen sich im Unterricht mit dem Thema „Was blüht und grünt“ – das passt zusammen. Deshalb hatte Klassenlehrerin Beate Rollmann-Lang schon im vergangenen Herbst Kontakt mit Häfner aufgenommen und dieser war natürlich gerne bereit, Unterstützung zu leisten. Zunächst galt es, im Umfeld der Schule eine Fläche zu finden, auf der dann Garten und Blumenbeet angelegt werden konnten.

Mitarbeiter des städtischen Bauhofs haben das kleine Areal gefräst und entsprechend hergerichtet. Dann packten die Kinder kräftig an, gruben Steine und jede Menge Müll aus, lockerten die Erde auf und verbesserten sie mit etwas Kompost, wie im Blog der Schule nachzulesen ist. „Mit dem Thema ‚Müll‘ hatten wir uns vorher beschäftigt“, berichtete die Klassenlehrerin. Schon dabei haben die Kinder im Alter zwischen sechs und zehn Jahren ihrer Kreativität freien Lauf gelassen und zum Beispiel aus Tetra Paks kleine Vogelhäuschen gebastelt, die nun an den Büschen hängen.

Im Garten wurden Salat, Radieschen, Karotten gepflanzt. Aber auch Erdbeeren, Himbeeren oder Brombeeren sollen hier wachsen. Auf den Fensterbänken warten Tomaten, Gurken, Bohnen und sogar Zucchini darauf, ausgepflanzt zu werden. Ein Gießplan wurde erstellt, so dass jedes Kind weiß, wann es mit dem Wässern an der Reihe ist. Fehlte nur noch die Blühwiese – nicht nur wegen der schönen Farben von Mohn, Löwenzahn, Butter- oder Sonnenblumen. „Wir möchten gerne möglichst viele Insekten in unserem Gärtchen beobachten“, sagte Beate Rollmann-Lang. Ein Insektenhotel gibt es auf der Fläche übrigens schon. „Wir alle – Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Betreuerinnen – haben richtig Lust darauf, hier zu werkeln“, versicherte die Klassenlehrerin. Und freute sich über die Zusage von Christoph Häfner, weiter zu unterstützen, wenn es notwendig ist.