„Kassel sichert Ausbildung“

Fünf Jugendliche haben bereits eine Lehrstelle

Bedingt durch die wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie haben im Sommer zahlreiche Jugendliche in Kassel Schwierigkeiten gehabt, einen Ausbildungsplatz zu finden.

Kassel - Um Jugendlichen dennoch eine berufliche Perspektive zu ermöglichen, hat die Stadt Kassel das Projekt „Kassel sichert Ausbildung“ (KasA) ins Leben gerufen – mit dem Ziel, junge Menschen auf dem Weg zum Beruf zu begleiten und mit ihnen über berufsqualifizierende Praktika möglichst noch in diesem Jahr eine Ausbildungsstelle zu finden. Nur vier Monate nach dem Start des Projektes im Juli dieses Jahres ist das bereits bei fünf Jugendlichen geglückt. „Ich freue mich, dass wir junge Menschen in Kassel bei der Suche nach einer Berufsausbildung unterstützen können“, sagt Bürgermeisterin Ilona Friedrich. Auf ihre Initiative geht das Projekt KasA zurück, das bei der StadtBild gemeinnützigen GmbH angesiedelt ist und mit 330.000 Euro aus dem Ausbildungs- und Qualifizierungsbudget des Landes Hessen finanziert wird. „Es ist gut und richtig, dass wir in diesen unsicheren Zeiten mit dem Projekt ‚Kassel sichert Ausbildung‘ junge Menschen ermutigen und Möglichkeiten der Unterstützung bieten können. Davon profitieren nicht nur künftige Auszubildende, sondern auch Arbeitgeber. Vor allem jetzt ist eine qualifizierte Ausbildung eine wichtige Basis und entscheidend für eine existenzsichernde Beschäftigung.“

Fünf der 16 teilnehmenden Jugendlichen konnten bereits jetzt ihre Ausbildung in ihrem Wunschberuf starten. Sie werden nach wie vor über KasA begleitet, um mögliche schulische Defizite, die durch einen verspäteten Einstieg auftauchen, auszugleichen. Die anderen elf Teilnehmer probieren sich in ihrem Wunschberuf während eines Praktikums aus. So können sich der Betrieb und die künftigen Auszubildenden kennenlernen. Das Ziel des Projektes ist, dass auch sie in spätestens acht Monaten eine Ausbildung begonnen haben.

Teilnehmende werden individuell unterstützt

Durch die Einbindung in das Projekt KasA erhalten die Teilnehmenden zudem eine individuelle Unterstützung in allen Fragen rund um den Berufseinstieg. Diese kommt von den sozialpädagogischen Fachkräften, die das Projekt anleiten, umsetzen und die Praktikumsbegleitung übernehmen. Auch das Schreiben von Bewerbungen wird unterstützt.

Praktikums- und Ausbildungsbetriebe gesucht

Der aktuell starke Anstieg der Infektionszahlen stellt auch KasA vor Herausforderungen. Gesucht werden Praktikumsplätze vor allem aus den Bereichen Mechatronik, Elektronik, Büromanagement, Einzelhandel, IT, Tief- und Straßenbau sowie dem zahnmedizinischen Bereich. Betriebe, die trotz der Corona-Lage bereit sind, einen Praktikumsplatz zur Verfügung zu stellen und die Möglichkeit einer Ausbildung in Betracht ziehen, können sich bei der Projektkoordinatorin Lilo Grötzner per E-Mail an lilo.groetzner@jafka.de oder telefonisch unter 0561 / 983 74 -56 melden.