„Insektenfreundliche Vorgärten gesucht“

Blüht und summt geht in die dritte Runde

Bereits 2019 startete das Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bochum die Kampagne „Bochum blüht und summt“, um einen Beitrag zu leisten, Lebensraum von Wildpflanzen und Insekten aufzuwerten.

Bochum - Auch in diesem Jahr wird die Kampagne „Bochum blüht und summt“ weiter fortgeführt. Es sollen wieder zahlreiche blühende Inseln im Stadtgebiet geschaffen werden. Dazu verteilt Die Stadt erneut 10.000 Saattütchen mit einer heimischen Wildblumenmischung an Bochumer Bürgerinnen und Bürger. „Mit der Aktion kann jede und jeder dabei mithelfen, Insekten wieder mehr Lebensraum und Nahrung zu bieten, aber auch für uns Menschen die Stadt bunter, attraktiver und lebenswerter zu machen“, so Oberbürgermeister Thomas Eiskirch.

Aufgrund der Corona-Krise ist es derzeit leider nicht möglich, ein Saattütchen in den Bürgerbüros zu erhalten, doch werden sie wieder auf allen 12 Bochumer Wochenmärkten bis Donnerstag, 29. April, von den Markthändlern an Interessierte verteilt. Standorte und Verteiltermine der Saattütchen sowie Informationen und Teilnahmebedingungen zum Wettbewerb, Materialien zur Kampagne, Veranstaltungshinweise für Jung und Alt, Tipps zum insektenfreundlichen Garten und Umweltbildungsangebote sind im Internet auf den Seiten der Stadt Bochum unter www.bochum.de/blueht-und-summt zu finden. Weitere Auskünfte zur Kampagne und zum Wettbewerb erteilt Rita Brandenburg vom Umwelt- und Grünflächenamt der Stadt Bochum unter der Rufnummer 02 34 / 910 – 24 58 oder per Mail an umweltamt@bochum.de.

Doch nicht nur die Stadtverwaltung kann auf den eigenen städtischen Flächen einen Beitrag leisten, sondern auch Bochumer Bürgerinnen und Bürger können sich für den Insektenschutz einsetzen. „Einen persönlichen Beitrag leisten können Alle! Schon ein bepflanzter Kübel mit heimischen insektenfreundlichen Pflanzen auf dem Balkon oder der Terrasse, ein Blumenkasten vor dem Fenster oder ein paar Quadratmeter des eigenen Gartens mit Blütenpflanzen helfen den Insekten. Da selbst kleine Vorgärten wahre Insektenparadiese vor der Haustür sein können, sucht die Stadt Bochum im Rahmen eines Wettbewerbes „Naturnahe und insektenfreundliche Vorgärten in Bochum!“, erläutert Oberbürgermeister Thomas Eiskirch. Der Startschuss zum Wettbewerb wird am Montag, 26. April, gegeben. Bis Samstag, 31. Juli, kann die Bewerbung eingereicht werden.

Im Moment ist der Trend zu beobachten, dass immer mehr Schottergärten im Stadtgebiet entstehen. Vermeintlich weniger Pflegeaufwand und Zeitersparnis sind sicher die Ursachen dieser Fehlentwicklung. Doch es ist ein Trugschluss. Die Natur aus dem Vorgarten fernzuhalten ist widersinnig und trotzdem bleibt die Pflege gegen herabfallende Blüten, Blätter, Samen und Moos. Vor allem aber geht wertvoller Lebensraum für Pflanzen und Tiere, insbesondere Insekten verloren. Um ein Umdenken in Bezug auf Schottergärten anzuregen und vielen umweltbewussten Bürgerinnen und Bürgern, die ihre Vorgärten bereits naturnah angelegt haben oder neugestalten möchten zu unterstützen, richtet das Umwelt- und Grünflächenamt diesen Wettbewerb aus.

Mitmachen können alle Privatpersonen (Hausbesitzerinnen und -besitzer sowie Mieterinnen und Mieter) sowie Wohnungsvereine / Wohnungsgenossenschaften, die einen naturnah und insektenfreundlich gestalteten Vorgarten im Stadtgebiet Bochum haben. Insektenfreundlich ist ein Vorgarten beispielsweise, wenn er vielseitig und artenreich mit möglichst heimischen Pflanzen angelegt ist. Je mehr blühende Kräuter und Stauden und je mehr verschiedene Pflanzenarten im Vorgarten vorhanden sind, desto höher ist der insektenökologische Wert des Gartens.

Gewünscht werden als Wettbewerbsbeitrag maximal fünf Fotos und eine kurze Beschreibung des naturnahen Vorgartens. Im Sommer wird eine fachkundige Jury die eingesandten Beiträge auswerten. Die Preisverleihung soll Anfang September stattfinden. Geld- und Sachpreise winken den Gewinnern. „Der schönste Gewinn ist allerdings das Insektenparadies direkt vor der eigenen Haustür!“ betont Oberbürgermeister Thomas Eiskirch.