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„Etabliert und zukunftsfähig!“

175 Jahre Hanauer Stadtbibliothek

Die Hanauer Stadtbibliothek wird in diesem Jahr 175 Jahre alt und ist damit eine der ältesten öffentlichen Bibliotheken in Hessen. Auch das Kulturforum feiert sein fünfjähriges Jubiläum.

Hanau - Im Rahmen eines Pressegesprächs mit geladenen Gästen überreichte Claus Kaminsky Blumen und eine Jubiläumstorte an Beate Schwarz-Simon, Leiterin des Kulturforums Hanau und Diana Schreiber-Kleinhenz vom Centermanagement des Forum Hanau.

Für Unterhaltung sorgte ein kostümierter Schauspieler, der den „Gründer“ der Stadtbibliothek Regierungsrat Johann Peter Ruth darstellte. Ruth starb 1885 und vermachte der Stadt Hanau seine Büchersammlung von rund 2000 Büchern mit der Auflage, eine öffentliche Bibliothek zu gründen. Damit legte er den Grundstock für die Stadtbibliothek Hanau vor 175 Jahren.

OB Kaminsky erinnert in seinem Redebeitrag an die Eröffnung des Forum Hanau vor fünf Jahren: „Das größte Staunen gab es hier im Kulturforum: die Großzügigkeit der Räume, die farbenfrohe, einladende Gestaltung, die Fülle der Möglichkeiten, das Kulturforum zu nutzen.“ Mit dem Kulturforum habe die Stadt Hanau 2015 eine neue Institution etabliert, eine Dachmarke für die Stadtbibliothek, das Stadtarchiv, das Medienzentrum mit dem Bildarchiv, die Wetterauische Gesellschaft für die gesamte Naturkunde gegründet 1808 e.V., den Hanauer Geschichtsverein 1844 e.V., die Bildungsberatung Hessencampus, für die Lernwerkstatt im Kulturforum, die 2018 dazukam, und seit diesem Jahr auch für das Grundbildungszentrum das die Volkshochschule hier im Kulturforum verankert.

„Wir haben Kultur und Bildung in erster Lage der Stadt platziert. Deshalb ist das Publikum im Kulturforum ist so bunt gemischt wie die Hanauer Gesellschaft. Verschiedenheit aushalten kann man hier üben und diesen öffentlichen Ort mit vielen verschiedenen Menschen gemeinsam nutzen“, so Kaminsky. Lernen in allen Facetten und für alle Lebenslagen stehe hier im Mittelpunkt: „Ob für lesebegeisterte Erwachsene und Kinder, Schülerinnen und Schüler, Studierende oder angehende Lehrer oder Geflüchtete, die Deutsch lernen wollen…Ob digitale Kompetenz, das Erarbeiten von Projekten in Gruppen oder auch die Gelegenheit, kostenfreies WLAN, einen 3-D-Drucker oder einen Schneidplotter zu nutzen oder die eigene Familiengeschichte zu erforschen… Aus Information wird Wissen, aus Anregungen werden Ideen, aus Gesprächen ergeben sich neue Perspektiven“, erklärte der OB.

„Nach fünf Jahren können wir bestätigen was sich bereits direkt nach der Eröffnung gezeigt hat: das Kulturforum ist etabliert und es ist zukunftsfähig“, stellte Kaminsky fest. Das Haus sei vom ersten Öffnungstag an voll gewesen und empfange regulär durchschnittlich tausend Besucherinnen und Besuchern am Tag und veranstalte rund 500 Veranstaltungen im Jahr - vom Bibliotheksführerschein für Vorschulkinder über Fortbildungsveranstaltungen des Medienzentrums bis zum Vortrag der Wetterauischen Gesellschaft. Die demokratische Gesellschaft brauche urteilsfähige, selbstbewusste, veränderungsbereite und empathische Menschen, sagte Kaminsky „Und das Kulturforum ermöglicht diese persönliche Entwicklung und Teilhabe!“ Es habe eine Pandemie gebraucht, um das Haus zu leeren, sagte der Oberbürgermeister. „Aber ich hoffe sehr, dass wir irgendwann wieder in den Normalbetrieb zurückkehren können!“


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