„Ein Licht für jede Frau“

Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

Am Donnerstag, 25. November 2021, ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen.

Kreis Viersen - Am Donnerstag, 25. November 2021, ist der Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen. Aus diesem Anlass lädt der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt an Frauen und Kindern im Kreis Viersen zu verschiedenen Aktionen ein. Unter dem Titel „Ein Licht für jede Frau“ entzünden die Mitglieder des Runden Tisches und die Gleichstellungsbeauftragten Kerzen und stellen Gedenkfiguren auf. Außerdem bieten sie Informationen und Beratungsmöglichkeiten an.

Die Aktion „Ein Licht für jede Frau“ findet jeweils von 16.00 bis 18.00 Uhr statt am:

- Dienstag, 23. November 2021, in der Stadt Tönisvorst in St. Tönis vor dem Rathaus.
- Mittwoch, 24. November 2021, in der Stadt Kempen auf dem Buttermarkt.
- Donnerstag, 25. November 2021, Gemeinschaftsaktion der Gemeinden Brüggen, Niederkrüchten und Schwalmtal in Brüggen vor dem Rathaus.
- Freitag, 26. November 2021, in der Stadt Nettetal in Lobberich, Ludbachpassage.

Im Kreis Viersen vernetzt der Runde Tisch gegen häusliche Gewalt alle Einrichtungen und Institutionen im Kreisgebiet, die zur Thematik arbeiten. Ansprechpartnerinnen sind Gabriele Cuylen, Gleichstellungsbeauftragte des Kreises Viersen, Telefon 02162 / 39 1003, und Sylvia Knoben vom Frauenzentrum Viersen, Telefon 02162 / 18716.

Hintergrund:
Seit 1999 ist der 25. November als Internationaler Gedenktag gegen Gewalt an Frauen von den Vereinten Nationen anerkannt. Der Gedenktag geht zurück auf den 25. November 1960, als drei Schwestern in der Dominikanischen Republik wegen ihrer politischen Aktivitäten von Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo nach monatelanger Folter ermordet wurden. Seit dem 25. November 1981 rufen Fraueninitiativen und staatliche Institutionen weltweit mit Aktionen und Veranstaltungen dazu auf, Gewalt gegen Frauen und Kinder zu beenden.

Auch heute hat der Tag nichts an Aktualität verloren. In einer Studie des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gaben 40 Prozent der befragten Frauen an, schon mindestens einmal körperliche und seelische Gewalt oder sogar beides seit ihrem 16. Lebensjahr erlebt zu haben. Jedes Jahr suchen in Deutschland rund 45.000 Frauen und ihre Kinder eines der 320 kommunalen Frauenhäuser auf, um Schutz zu suchen vor ihren gewalttätigen Männern. Zwei Millionen Mädchen zwischen fünf und 15 Jahren landen jährlich weltweit auf dem kommerziellen Sexmarkt.

Gewalt hat viele Erscheinungsformen: körperliche Angriffe, Mord „im Namen der Ehre”, sexuelle Übergriffe, Demütigungen und Erniedrigungen. Frauen erleben die Gewalt im häuslichen und sozialen Nahbereich, am Arbeitsplatz sowie im öffentlichen Leben. Mädchen werden verschleppt, missbraucht und vergewaltigt. Viele Gewalttaten gegen Frauen kommen nicht zur Anzeige, entweder weil die Opfer sich schämen, die Schuld bei sich suchen oder weil die Gesellschaft Formen der Gewalt toleriert. Häusliche Gewalt ist eine Straftat und keine zu verharmlosende Beziehungsstreitigkeit oder private Angelegenheit.

Öffentlichkeitsarbeit und Prävention sind erforderlich, um frühzeitig Warnsignale und die Entstehung von Gewalt zu erkennen. Nur das Wissen über diese Gewaltform schafft langfristig Veränderungen.