„Babylon Berlin“-Autor kommt auf die Burg

Volker Kutscher stellt Roman „Olympia“ vor

Bestseller-Autor Volker Kutscher führt seine Leserschaft im Roman „Olympia“ ins Berlin des Nationalsozialismus.

Wertheim - Berlin im Olympiajahr 1936: eine makellose Fassade, mysteriöse Mordfälle – Kommissar Gereon Rath ermittelt und bringt sich selbst in Gefahr. Bestseller-Autor Volker Kutscher führt seine Leserschaft im Roman „Olympia“ ins Berlin des Nationalsozialismus. Am Donnerstag, 28. Oktober 2021, um 20.00 Uhr stellt er seinen neuen Roman auf der Burg Wertheim vor.

„Die TV-Serie ‚Babylon Berlin‘ mag gutes Fernsehen sein. Volker Kutschers Romane sind großes Kino“, so beschreibt „Die Tageszeitung“ die Werke des Autors. Mit dem Roman „Der nasse Fisch“, dem Auftakt seiner Krimireihe um Kommissar Gereon Rath im Berlin der Dreißigerjahre, gelang Kutscher auf Anhieb ein Bestseller, dem bisher sechs weitere folgten. Die Drehbücher der internationalen und bislang teuersten deutschen Fernsehproduktion „Babylon Berlin“ basieren frei auf Volker Kutschers Kriminalromanen der Rath-Reihe.

Die Geschichte um Kommissar Rath entfaltet sich vor dem Hintergrund der politischen Entwicklungen in Deutschland von der Weimarer Republik bis zur Diktatur Adolf Hitlers und vor der Kulisse der Metropole Berlin. Von Band zu Band werden die Rath-Romane immer düsterer. Während der Kommissar in den ersten Bändern in einem lebenslustigen Berlin ermittelt, führt Kutscher mit „Olympia“ mitten hinein ins Herz der Finsternis: Berlin im Olympiajahr 1936. Die deutsche Hauptstadt präsentiert sich den ausländischen Gästen makellos. „Der Stürmer“ wurde aus den Schaukästen genommen, judenfeindliche Schilder sind verschwunden. Wären da nicht die Todesfälle, die einen Schatten auf die schicke Fassade werfen. Rath ermittelt fieberhaft, um weitere Todesfälle zu verhindern und ahnt nicht, dass sein eigens Todesurteil längst gefallen ist.

Kutscher zeichnet den Weg eines Mannes nach, der das Richtige tun will und doch immer wieder im Falschen landet – bis er letztlich selbst auf der Abschussliste des Regimes steht. Atmosphärisch dicht schildert der Autor den Alltag in einer Diktatur, die mit perfekt inszenierter Propaganda von den Menschen nach und nach Besitz ergreift. So schafft er das Bild einer Gesellschaft von Getriebenen, die sich durch ein Dickicht aus Willkür und Gewaltherrschaft kämpfen.

Der in Köln und Berlin lebende Autor Volker Kutscher, geboren 1962, arbeitete nach seinem Studium an den Universitäten in Wuppertal und Köln zunächst als Tageszeitungsredakteur und Drehbuchautor, bevor er seinen ersten Kriminalroman „Der nasse Fisch“ schrieb. Für seine Rath-Romane wurde er zahlreich ausgezeichnet.

Karten ab 16 Euro gibt es im Vorverkauf bei der Buchhandlung Buchheim, Telefon 09342/1320, E-Mail: buchheim.wertheim@t-online.de und online unter www.burgwertheim.de. An der Abendkasse sind Karten für 19 Euro erhältlich.