„arbeiten - leben - pflegen“

Kampagne begrüßt 31. Unternehmen

Eingeschränkte Tagespflegeangebote, Engpässe bei Pflegediensten: Für pflegende Beschäftigte ist die Pandemie eine große Belastung.

Schwelm - Mit der Teilnahme an der Kampagne „arbeiten - leben - pflegen“ setzt die Qualifizierungs- und Beschäftigungsgesellschaft der Diakonie (QuaBeD) aus Witten ein starkes Zeichen für Vereinbarkeit – auch und gerade während der Krise. „Die Vereinbarkeit von Pflege und Beruf ist immer eine Herausforderung, in der Pandemie allerdings eine besonders große. Umso wichtiger sind in diesen Zeiten Unterstützungsangebote wie die der QuaBeD. Bereits Kleinigkeiten konnten und können aktuell einen großen Unterschied machen“, so Christa Beermann, Demografiebeauftragte der Kreisverwaltung und Kampagnenmanagerin über den 31. Beteiligten.

Schritt für Schritt hat sich die Zahl der an Ennepe und Ruhr beteiligten Unternehmen in den letzten neun Jahren erhöht. Verwaltungen und Seniorenheime, Kliniken und Bildungseinrichtungen, Banken und Industrieunternehmen - die Bandbreite derer, die die Kampagne mittlerweile unterstützen, ist breit. Sie zeigt: Passgenaue Konzepte, um Beschäftigung und die Sorge um Angehörige besser unter einen Hut zu bringen, sind in jeder Branche und in Firmen verschiedenster Größen umsetzbar.

Auch die QuaBeD unternimmt viel, um ihren 35 Mitarbeitern den schwierigen Spagat zwischen Arbeitsplatz und Pflegebett zu erleichtern. Flexible Arbeitszeiten, Vertretungsmanagement, Kantinenessen zum Mitnehmen und haushaltsnahe Dienstleistungen gehören schon lange zum betrieblichen Alltag. Zusätzlich wird nun eine Ansprechperson für pflegende Beschäftigte benannt und eine Informationsbroschüre zusammengestellt.

QuaBeD Geschäftsführer Jan-Dirk Hedt kommentiert: „Der demografische Wandel betrifft uns alle – diese Erkenntnis muss auch in den Unternehmen ankommen. Wir möchten uns der Verantwortung stellen und unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die Möglichkeit geben, sich ohne Druck um ihre Angehörigen zu kümmern.“

Ein lohnender Ansatz, denn andere Unterstützer berichten übereinstimmend: Beschäftigte die spüren, dass der Arbeitgeber auch dann hilft, wenn es privat Herausforderungen zu meistern gilt, geben dies dem Unternehmen vielfach zurück.

Die 31 Kampagnenbeteiligten leisten einen wichtigen Beitrag, um das Bewusstsein für die Bedürfnisse pflegender Angehöriger zu steigern, sie zum Thema in Betrieb und Öffentlichkeit zu machen. Deshalb hofft Christa Beermann auf weitere Beitritte zur Kampagne. Interessierte Unternehmen finden Informationen unter www.arbeiten-pflegen-leben.de. Bei Fragen können sie sich an Christa Beermann wenden, Tel.: 02336/932223, E-Mail: C.Beermann@en-kreis.de.