16.09.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> 'Theater der Klänge. bauhausbühne'

'Theater der Klänge. bauhausbühne'

Auditiv-mediale Ausstellung im Theatermuseum

Vom 13. September bis zum 8. Dezember 2019 präsentiert das Theater der Klänge die Sonderausstellung "Theater der Klänge. bauhausbühne - Originale. Aneignungen. Weiterführungen."

Düsseldorf - Zum Jubiläumsjahr "Bauhaus 100" werden in der auditiv-medialen Ausstellung in fünf Räumen des Theatermuseums acht Bauhaus-Projekte des Theaters der Klänge vorgestellt. Dazu gehören "Das mechanische Ballett", "Die mechanische Exzentrik", "TRIAS - Das triadische Ballett", "Figur und Klang im Raum", "HOEReografien", "SUITE intermediale", "Der Silberprinz" und "Das Lackballett".

In der auditiv-medialen Ausstellung werden sowohl die Originalideen (Skizzen, Fotos, Texte), die Rekonstruktionen dieser Entwürfe (Modelle, Figurinen usw.), als auch die Umsetzung (Videos, Fotos und Programme) gezeigt. Audio-visuelle Medien in den einzelnen Räumen machen die Klanglichkeit der jeweiligen Stücke des Theaters erfahrbar. In einer Hörspiel-Nische werden darüber hinaus "Anekdoten" zu den einzelnen Werken von Ensemblemitgliedern erzählt.

Die Bühne des Bauhauses

Als "Blume im Knopfloch des Bauhauses" bezeichnete Bauhaus-Direktor Walter Gropius die Bühne des Bauhauses, die zu den wichtigsten Entwicklungen der Theatermoderne zählt. Schon in Weimar gegründet, wurde sie unter der Leitung der "Meisterpersönlichkeit" Oskar Schlemmer in Dessau zu einem Theaterlaboratorium für Experimente, die das Verhältnis von Raum und Mensch in theatralen Inszenierungen ausloteten. Neue Formen von Tanz, Bühnenaktionen, Bühnenmechanik und Publikationen entstanden. Auch die Theaterarchitektur wurde unter Leitung von Walter Gropius neu überdacht.

Mit Schließung des Bauhauses 1933 waren diese Entwicklungen unterbrochen und wurden von den Protagonisten der historischen Periode nicht oder nur sehr versteckt und spärlich weitergeführt. 1968/69, anlässlich der ersten großen Ausstellung zu "50 Jahre Bauhaus", setzt auch eine Wiederbeschäftigung und teilweise Wiederbelebung der Bühnenideen aus den 1920er-Jahren ein. Stärker wurde die Beschäftigung Mitte der 1970er-Jahre mit der Ballettneufassung von Gerhard Bohner für die Akademie der Künste Berlin. In den 1980er-Jahren, anlässlich von "75 Jahre Bauhaus", wurde mit den Rekonstruktionen und Neuinszenierungen mehrerer Bauhausbühnenwerke durch unterschiedliche Initiatoren, darunter auch das Theater der Klänge, begonnen.


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