Umweltzentrum hat Plätze für FÖJ

Einblicke in ökologische Berufsfelder

Der Fachbereich Grünflächen der Stadt Krefeld sucht zum 1. August wieder vier junge Menschen ab 16 bis 26 Jahren ohne abgeschlossene Berufsausbildung für das Freiwillige ökologische Jahr (FÖJ).

Krefeld - Das Jahr dient zur beruflichen und persönlichen Orientierung und verschafft Einblicke in ökologische Berufsfelder und bringt viele Erfahrungen, die fit machen für die zukünftige Berufswahl. Einen Führerschein sollte wenigstens einer der FÖJ-ler haben, weil sie an verschiedenen Einsatzorten gebraucht werden, um sich für den Natur- und Umweltschutz zu engagieren: Pflegemaßnahmen in Landschafts- und Naturschutzgebieten für die Untere Landschaftsbehörde, Schutzmaßnahmen bei der Krötenwanderung, Begleitung von umweltpädagogischen Projekten und Besucherbetreuung im Krefelder Umweltzentrum sind Aufgaben der FÖJ-ler.

Der 16-jährige Luca Scheiler ist einer der aktuellen FÖJ-ler im Krefelder Umweltzentrum und hat hier die Weichen für seinen weiteren Werdegang gestellt: "Mir macht die Arbeit im Freien so viel Spaß, dass ich mich für eine dreijährige Ausbildung am Berufskolleg zum Umweltschutztechnischen Assistenten entschieden habe", erzählt er. Besonders gerne hat er auch das Bienenhaus im Umweltzentrum betreut. Einen Tipp hat er für die Interessenten des Freiwilligen ökologischen Jahrs: "Man sollte gerne im Freien, offen für neue Sachen und für Teamarbeit sein, dann wird man seinen Spaß an diesem Jahr haben". Auch die 19-jährige Gesa Leven absolviert gerade ihr Freiwilliges ökologisches Jahr im Umweltzentrum. Sie wusste nach dem Abitur nicht so recht, welchen Berufsweg sie einschlagen sollte. Das Freiwillige ökologische Jahr schien ihr eine interessante Kombination aus Arbeit mit Kindern und in der Natur. Nach knapp acht Monaten Freiwilliges ökologisches Jahr hat sie die Erkenntnis gewonnen, dass sie auf Dauer nicht bei jedem Wetter in der freien Natur arbeiten möchte und interessiert sich jetzt eher für eine Ausbildung bei der Polizei.

Begleitet wird das Freiwillige ökologische Jahr von fünf einwöchigen Seminaren, in denen Grundkenntnisse über Natur und Umwelt vermittelt werden. Am Einsatzort sind die Teilnehmer in ein Team eingebunden, fachliche Anleitung und Betreuung sind gegeben. Die Arbeitszeit beträgt 39 Wochenstunden, der Urlaubsanspruch im Jahr 26 Tage. Es wird ein monatliches Taschengeld von 257 Euro gezahlt, das Freiwillige ökologische Jahr ist gleichbedeutend mit Schul- und Ausbildungszeit, so dass Kindergeld und Kinderfreibetrag in dieser Zeit weiter gewährt werden.