18.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Umweltschützer drängen Politik beim Klima zum Handeln

Umweltschützer drängen Politik beim Klima zum Handeln

Großdemonstrationen in Berlin und Köln begonnen

Zum Auftakt der Demonstrationen für Klima und gegen Kohle in Berlin und Köln haben Umweltschützer die Politik zum Handeln gedrängt.

Berlin/Köln - Am Sonntag starte in Kattowitz die UN-Klimakonferenz und da "wird sich entscheiden, ob die Politik es ernst meint, die globale Erwärmung bei 1,5 Grad zu begrenzen", sagte der Vorsitzende der Naturfreunde Deutschlands, Michael Müller, am Samstag in Berlin laut Redemanuskript.

Er warnte zudem die Politik davor, die "Schuld für ihr Versagen bei den Umweltverbänden zu suchen". Er sprach dabei unter anderem Forderungen der CDU an, der Deutschen Umwelthilfe (DUH) die Gemeinnützigkeit zu entziehen, sowie Durchsuchungen bei Greenpeace und der Organisation BUND.

Ein breites Bündnis von Umweltverbänden und anderen Nichtregierungsorganisationen hatte für Samstag in Berlin und Köln zu Demonstrationen für mehr Klimaschutz aufgerufen. Die Doppel-Demo einen Tag vor dem Beginn der UN-Klimakonferenz in Polen steht unter dem Motto "Kohle stoppen - Klimaschutz jetzt!" Eine zentrale Forderung der Kundgebungen ist die Abschaltung der Hälfte der Kohlekraftwerkskapazitäten in Deutschland bis 2020.

An der Demo in Berlin nimmt auch die Leiterin von Greenpeace International, Jennifer Morgan, teil. Sie sagte der Nachrichtenagentur AFP mit Blick auf die Debatten über den Kohleausstieg, Deutschland sei nach ihrer Ansicht "im Moment fast das wichtigste Land für den Klimaschutz".

(xity, AFP)


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