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Umweltministerin Schulze will Städte grüner machen

Kabinett beschließt Masterplan Stadtnatur

Mit einem Bündel von Maßnahmen will Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) Kommunen dabei unterstützen, mehr Natur in die Städte zu bringen.

Berlin - Das Bundeskabinett beschloss am Donnerstag den 26 Punkte umfassenden Masterplan Stadtnatur, mit dem die Arten- und Biotopvielfalt in den Städten erhöht werden soll. Stadtnatur leiste auch einen "wichtigen Beitrag zur Anpassung an den Klimawandel", heißt es darin. "Selbst kleinere Grünanlagen können die Temperaturen im Vergleich zur bebauten Umgebung bereits um 3 bis 4 Grad senken."

Mit Blick auf zunehmende Hitzewellen und Starkregen würden heute schon "grüne Lösungen" bevorzugt, heißt es in dem Masterplan. Der jüngste Bericht des Weltbiodiversitätsrates habe deutlich gemacht, "wie dramatisch der Schwund unserer biologischen Vielfalt voranschreitet", erklärte Schulze in Berlin.

Während immer mehr Menschen in die Stadt zögen, solle dennoch jeder in seinem Umfeld Zugang zur Natur haben, fügte die SPD-Ministerin hinzu. Ziel seien "mehr unversiegelte Flächen, mehr Natur in Stadtparks, privaten Gärten, Sportstätten, Schulen und Kindergärten, an Gewässern, an Gebäuden und auf Brachen mit Grün". Mit der Schaffung neuer grüner Lebensräume für bedrohte Pflanzen und Insekten sollten auch grüne Oasen für die Stadtbewohner entstehen.

Zu den geplanten Maßnahmen gehört unter anderem ein neuer Förderschwerpunkt Stadtnatur beim Bundesprogramm Biologische Vielfalt ab 2020. Zudem soll die Entsiegelung von Böden vorangetrieben werden. Ein bundesweiter Wettbewerb für Insektenschutz in den Kommunen soll mehr Bewusstsein für Natur schaffen. Kinder und Jugendliche sollen in Schulgärten mehr über gesunde Ernährung lernen.

Mit mehr Ökologieschulungen für interessierte Bürger will Schulze zudem das Gärtnern in Kleingärten und Gemeinschaftsgärten fördern. In den verschiedenen Gebäudesanierungsprogrammen des Bundes sollen Naturschutzbelange in die Fördervoraussetzungen integriert werden - etwa die Bewahrung von Nist-, Brut- und Schlafplätzen in Fassaden und Dächern für Vögel und Fledermäuse.

(xity, AFP)


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