16.11.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Umweltministerin Hendricks gegen Fracking

Umweltministerin Hendricks gegen Fracking

Keine geänderte Position aufgrund der Krim-Krise

Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) lehnt das umstrittene Fracking zur Förderung von Erdgas trotz der jüngsten Spannungen mit Russland weiter ab.

Berlin - Im Koalitionsvertrag sei ganz klar festgelegt, "dass wir keinesfalls Fracking wollen", sagte Hendricks im Deutschlandfunk. Die Ablehnung der Methode gelte zumindest so lange, wie dafür "toxische Materialien" in den Boden eingebracht werden müssten. Dieses Vorgehen könne das Grundwasser gefährden. Andere Methoden gebe es bislang nicht, sagte Hendricks.

Beim Fracking wird unter hohem Druck ein Gemisch aus Wasser und Chemikalien in den Boden gepresst, um Gestein aufzuspalten und darin enthaltenes Erdgas zu fördern. Angesichts der Spannungen zwischen der EU und Russland wegen der russischen Angliederung der ukrainischen Halbinsel Krim wird in Deutschland verstärkt über die Frage diskutiert, ob mittels Fracking gefördertes Erdgas eine Alternative zu den umfangreichen Gasimporten aus Russland sein könnte.

Hendricks betonte, Deutschland sei in sehr viel geringerem Maße von russischem Gas abhängig als andere europäische Staaten. Sie sehe an diesem Punkt "keinen großen Handlungsbedarf". Zudem habe Russland die Lieferverträge mit Deutschland stets eingehalten. Die Ministerin verwies auch darauf, dass Deutschland die Erneuerbaren Energien ausbaue und sich damit auf dem richtigen Weg befinde, um insgesamt von Energieimporten unabhängiger zu werden.

(xity, AFP)


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