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Umweltbundesamt: Zeitumstellung spart keine Energie

Am Wochenende werden die Uhren wieder umgestellt

Dem Umweltbundesamt zufolge führt das Umstellen von Winter- auf Sommerzeit zu keiner Energieersparnis.

Berlin - Das Umweltbundesamt (UBA) sieht keine Gründe für ein weiteres Festhalten an Sommer- und Winterzeit. "Die Zeitumstellung spart im Saldo keine Energie", sagte UBA-Vizepräsident Thomas Holzmann der "Passauer Neuen Presse". Durch das Vor- und Zurückstellen der Uhren werde im Sommer zwar abends weniger häufig das Licht angeknipst - allerdings werde im Frühjahr und Herbst in den Morgenstunden auch mehr geheizt. "Das hebt sich gegenseitig auf", sagte Holzmann.

Der Umweltexperte verwies zugleich darauf, dass bei einem Verzicht auf die Zeitumstellung der menschliche "Schlaf-Wach-Rhythmus" entlastet werde. "Bei vielen Menschen macht sich die verlorene Stunde ja durchaus durch Müdigkeit bemerkbar", betonte er.

Am Wochenende beginnt die Sommerzeit: In der Nacht zum Sonntag werden die Uhren um 02.00 Uhr um eine Stunde auf 03.00 Uhr vorgestellt, die Nacht ist damit um eine Stunde verkürzt. Über das Für und Wider der bei vielen Menschen unbeliebten Zeitumstellung wird seit Jahren diskutiert. In einer früheren Umfrage der DAK-Gesundheit sprachen sich 70 Prozent der Deutschen für die Abschaffung der Sommerzeit aus - immerhin kämpft demnach jeder Vierte gesundheitlich mit der Zeitumstellung.

Zuletzt hatte Bayerns Wirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) ein Ende der Zeitumstellung gefordert und dies ebenfalls mit dem Ausbleiben der erhofften Energiespareffekte begründet.

(xity, AFP)


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