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Umleitungen im Krefelder Individualverkehr

Zahlreiche Änderungen von Verkehrsexperten

Die Verkehrsplaner haben Monate getüftelt, jetzt steht das Verkehrskonzept zur Baustelle UdU, bei der der Haltestellenbereich Rheinstraße in Krefeld, ab 10. März 2014 komplett umgestaltet wird.

Krefeld - Der Ostwall ist während dieser Bauzeit zwischen Neue Linner und St.-Anton-Straße gesperrt. "Wir leiten bis zu 1000 Kraftfahrzeuge pro Stunde um, die den Ostwall an dieser Stelle passieren. Hinzu kommen 30 Busse und 36 Straßenbahnen. Das alles musste koordiniert werden“, sagte Hartmut Könner, Leiter des Fachbereichs Tiefbau. Die Bauzeit beträgt gut 15 Monate.

In den vergangenen Wochen wurden rund um die Baustelle UdU zahlreiche vorbereitende Maßnahmen durchgeführt. Am 7. März 2014 wird nicht nur das Baustellen-Büro erstmals der Öffentlichkeit präsentiert, sondern auch die entsprechende Beschilderung aufgestellt, damit der Ostwall für Individualverkehr und Busse zwischen St.-Anton- und Neue Linner Straße gesperrt werden kann. Vom 28. April bis 7. Juni 2014 wird die Kreuzung St.-Anton-Straße/Ostwall für Busse und den Individualverkehr gesperrt, Straßenbahnen fahren bis zum 9. Mai 2014 weiter wie gewohnt. Ab dann können für voraussichtlich zehn Tage keine Straßenbahnen den Ostwall mehr queren. Straßenbahnen von und nach Hüls und St. Tönis werden durch Busse ersetzt. Die Straßenbahnen von und nach Elfrath, zu den Edelstahlwerken, nach Uerdingen und Linn fahren wie gewohnt. Ab dem 19. Mai 2014 fahren alle Straßenbahnen bis zum Ende der Bauzeit über die Philadelphiastraße. Am 6. Juni 2014 soll der Straßenbau im Kreuzungsbereich St. Anton-Straße beendet sein. Sie ist dann in Ost-West-Richtung wieder befahrbar, Bauphase II wird damit abgeschlossen.

Vom Polizeipräsidium kommend gibt es am Ostwall dann nach dem 6. Juni 2014 erstmals die Möglichkeit des Linkseinbiegens in Richtung Bockum in die St.-Anton-Straße. Zwischen St.-Anton-Straße und Neue Linner Straße bleibt der Ostwall dann bis zum Abschluss der dritten Bauphase bis Frühjahr 2015 gesperrt. Das Bauende ist für Sommer 2015 terminiert. Ein Einbiegen vom Ostwall aus nördlicher Richtung links in Richtung Bockum in die östliche Rheinstraße ist dann nicht mehr möglich. "Die Sperrungen machen zum Teil weiträumige Umleitungen nötig. Die Innenstadt, und mit ihr alle Parkhäuser, bleibt aber immer erreichbar, egal ob zu Fuß, per Fahrrad, Auto, Bus oder Bahn“, so Könner.

Eine ganze Reihe von Maßnahmen müssen dafür jedoch angepasst werden, darunter das Parkleitsystem, Ampelanlagen und Parkverbote. Verkehrsströme werden umgeleitet, Haltestellen und Taxistände verlegt. Der Neuen Linner- und der Philadelphiastraße kommen hierbei besondere Bedeutung zu, da ein Großteil des Verkehrs hierüber umgeleitet wird. Die Verkehrsplaner haben so zum Beispiel Probleme beim Linksabbieger aus der Philadelphiastraße in die Uerdinger Straße gesehen. Es würde einen Rückstau über die Länge des Linksabbiegefahrstreifens hinaus geben. Das Linksabbiegen (in Richtung Bockum) wird nun unterbunden. Die Spuren in Nord- und Südrichtung werden angepasst, es kommen zahlreiche Ersatzhaltestellen für Busse und Bahnen hinzu und Parkmöglichkeiten entfallen.

Auch an der Kreuzung Neue Linner Straße/Philadelphiastraße sind Änderungen notwendig. Beim Linksabbieger aus der Neuen Linner Straße in die Philadelphiastraße würde es zu einem immensen Rückstau bei Rotbeginn kommen. Jetzt wird die Ampelanlage umgestellt, zudem entfällt eine Fußgängerquerung. Die Neue Linner Straße wird zudem zwischen Philadelphiastraße und Vereinsstraße in Richtung Osten zur Einbahnstraße, aus ihr kann nicht mehr auf die Philadelphiastraße gefahren werden. Das Linkseinbiegen von der Philadelphiastraße in die östliche Neue Linner Straße wird ebenfalls unterbunden. Am Knotenpunkt Ostwall/Neue Linner Straße wird eine Baustellenampel errichtet. Auch an der östlichen Rheinstraße zwischen Ostwall und Luisenstraße sind einige Maßnahmen nötig. Die Stellplätze vor dem gesperrten Ostwall werden zugunsten einer Lieferzone für Lieferfahrzeuge mit geringer Tonnage entfallen. Auf der Rheinstraße zwischen Luisenstraßen und Elisabethstraße gilt für Lieferfahrzeuge ebenfalls eine Beschränkung der Tonnage, allerdings hier etwas höher, so dass die Elektronikfachmärkte in diesem Abschnitt beliefert werden können. Auf dem Ostwall nördlich der St.-Anton-Straße wird es während Phase II zu einer Umkehrung der Richtung der Einbahnstraße zwischen den beiden Fahrbahnen gegenüber der Einmündung des Dampfmühlenwegs kommen, um die Erreichbarkeit der Post auch aus Richtung Norden zu gewährleisten.

Der Stadtring sollte ohne Störungen befahrbar sein, seine Leistungsfähigkeit muss für die Dauer der Bauzeit aber erheblich erhöht werden. Das Parken auf dem westlichen Stadtring wird deswegen im Abschnitt zwischen Tannenstraße und Hülser Straße am östlichen Fahrbahnrand in Bereichen von rund 60 Metern hinter Ampeln zwischen 7 und 19 Uhr nicht mehr möglich sein. Das Parken auf der Philadelphiastraße wird im Bereich zwischen Rheinstraße und Neue Linner Straße unterbunden. Könner: "Trotz aller Umleitungen werden sich die Verkehrsteilnehmer aber ihren eigenen Weg suchen. Das ist psychologisch bestimmt und lässt sich auch nicht vermeiden. Wir haben darauf verzichtet, potentielle Schleichwege direkt zu sperren, werden die Situation aber sehr genau im Auge habe. Klar dürfte aber auch sein, dass sich einige vermeintliche Abkürzungen als das Gegenteil entpuppen. Unsere vorgeschlagenen Routen machen also durchaus Sinn.“ Eine markante grüne Beschilderung, bezogen auf konkrete Ziele, wird zusätzlich eingesetzt.


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