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Umfrage: Deutsche für besseren Meeresschutz und gegen Genpflanzen

Umweltministerin fordert bundesweite Regelung zum Verbot von Genpflanzen

Die große Mehrheit der Deutschen befürwortet einen besseren Meeresschutz und ein Verbot der Gentechnik in der Landwirtschaft.

Berlin - Das geht aus der neuen Naturbewusstseinsstudie hervor, die das Bundesumweltministerium und das Bundesamt für Naturschutz (BfN) am Freitag in Berlin vorstellten. Viele Menschen sehen die Vermüllung der Meere durch Plastik demnach als große Gefahr für den Naturschutz. Neun von zehn Befragten sind für die Einrichtung von Naturschutzgebieten in Nord- und Ostsee.

Zudem sprechen sich 83 Prozent der Befragten für strengere Regeln und Gesetze aus, damit die Fischerei mehr für den Naturschutz tut, selbst wenn dadurch die Fischpreise steigen. 90 Prozent befürworten die Kennzeichnung von Fischprodukten aus naturschonender Fischerei.

In der Umfrage unter 2000 Bundesbürgern sprachen sich zudem 79 Prozent für ein Verbot von Gentechnik in der Landwirtschaft aus. 93 Prozent der Befragten sind dafür, Lebensmittel von Tieren, die mit gentechnisch veränderter Nahrung gefüttert werden, im Handel zu kennzeichnen.

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) zufolge bestätigt die Umfrage die Notwendigkeit, weltweit überflüssiges Plastik zu vermeiden und den Rest im Kreislauf zu halten und zu recyceln. Auch die Bedenken der Bürger gegenüber der Gentechnik "nehme ich sehr ernst", erklärte Schulze. "Wir brauchen endlich bundesweit einheitliche Regelungen, um den Anbau von Genpflanzen zu verbieten."

BfN-Präsidentin Beate Jessel wertete die Umfrageergebnisse als "starke Signale, dass wir uns für den Schutz und die nachhaltige Nutzung der Meere einsetzen sollen". Zudem gebe es in der deutschen Bevölkerung einen großen Rückhalt für stringentere Regelungen hin zu einer nachhaltigen Fischerei.

Seit 2009 werden die Deutschen für die Naturbewusstseinsstudie alle zwei Jahre zu Einstellungen zur Natur und biologischen Vielfalt befragt. Die aktuelle, mittlerweile fünfte Befragung wurde Ende 2017 vorgenommen.

(xity, AFP)


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