Umfrage: Mehrheit der Deutschen fürchtet sich vor IS

Angst vor Terroranschlägen auch in Deutschland

Fast zwei Drittel der Deutschen fühlen sich laut einer Umfrage von der extremistischen Organisation Islamischer Staat (IS) bedroht.

Berlin - 63 Prozent fürchten sich nach einer INSA-Umfrage für die "Bild"-Zeitung vor Anschlägen der Extremisten auch in Deutschland. Demnach haben von den über 50-Jährigen 71 Prozent Angst vor Terroranschlägen, bei den 18 bis 24-Jährigen sind es 52 Prozent. 20 Prozent sehen laut der repräsentativen Umfrage keine Terrorgefahr.

Der IS hatte seine Anhänger am Montag aufgerufen, in Staaten, die zu der Koalition gegen den IS gehören, wahllos Bürger auf der Straße zu töten. Anhänger und Unterstützer des IS sollten "ungläubige Amerikaner oder Europäer" töten, hatte IS-Sprecher Abu Mohammed al-Adnani erklärt. Der Mordaufruf wurde auf Arabisch sowie in englischen, französischen und hebräischen Übersetzungen veröffentlicht.

Am vergangenen Freitag hatte in Berlin eine Spezialeinheit der Polizei einen mutmaßlichen IS-Kämpfer festgenommen. Der 40-Jährige soll in Syrien ein Kampftraining durchlaufen haben und auch an Kämpfen beteiligt gewesen sein. Die deutschen Sicherheitsbehörden warnen seit Wochen vor möglichen Terroraktionen islamistischer Syrien-Rückkehrer. Derzeit geht der Verfassungsschutz davon aus, dass mehr als 400 Menschen aus Deutschland ausgereist sind, um sich in Syrien und im Irak dschihadistischen Gruppen anzuschließen.

(xity, AFP)