10.12.2018 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Umfrage: Lange Wartezeiten bei Fachärzten

Umfrage: Lange Wartezeiten bei Fachärzten

Große Mehrheit mit Terminvergabe aber zufrieden

Fast die Hälfte der deutschen Patienten musste einer Umfrage zufolge zuletzt mehr als eine Woche auf einen Facharzttermin warten.

Berlin - Wie aus der Versichertenbefragung der Kassenärztlichen Bundesvereinigung hervorgeht, warteten 20 Prozent der Befragten bis zu drei Wochen auf einen Facharzttermin, ein knappes Viertel wartete sogar länger als drei Wochen. Bei 58 Prozent vergingen mehr als drei Tage, bis sie einen Termin beim Spezialisten bekamen.

Bei Hausärzten waren der Erhebung zufolge die Wartezeiten deutlich kürzer: Nur 21 Prozent ihrer Patienten mussten länger als drei Tage warten. 37 Prozent erhielten sofort einen Termin, während dies in den Facharztpraxen nur auf 21 Prozent zutraf. Geduld brauchen Patienten der Erhebung zufolge vor allem bei Urologen, Herzspezialisten, Haut- und Frauenärzten, hier sind Wartezeiten von mehr als drei Tagen keine Seltenheit.

Insgesamt hängen die Wartezeiten der Umfrage zufolge stark vom Wohnort ab und auch davon, ob der Patient privat oder gesetzlich versichert ist. So gebe es in den Ost-Bundesländern häufiger "sehr lange Wartezeiten von mehr als drei Wochen", heißt es in der Erhebung. Privatversicherte bekommen demnach nach wie vor tendenziell schneller Arzttermine als gesetzlich Versicherte. Groß seien die Unterschiede besonders bei den Fachärzten: Hier bekamen rund die Hälfte der Privatversicherten, aber weniger als ein Drittel der gesetzlich Versicherten binnen drei Tagen einen Termin.

Subjektiv haben die Versicherten der Umfrage zufolge nach mit der Terminvergabe der Medinziner kaum Probleme. Nur einem von zehn Patienten dauerte es demnach zu lange, bis er den gewünschten Termin bei seinem Arzt erhielt.

Für die - jährlich vorgenommene - repräsentative Untersuchung befragte die Forschungsgruppe Wahlen im Auftrag der Kassenärztlichen Bundesvereinigung zwischen April bis Mai mehr als 6000 Bürger in Telefon-Interviews.

(xity, AFP)


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