Umfrage: Junge Menschen halten Politik Untätigkeit in Klimakrise vor

Lage beeinflusst persönliche Entscheidungen wie Kinderwunsch negativ

Die meisten jungen Menschen in Deutschland halten das Handeln der Politik in der Klimakrise für unzureichend. 72 Prozent der 16- bis 25-Jährigen sagten in einer Umfrage, dass die Regierungen "nicht genug tun, um eine Klimakatastrophe zu verhindern".

Ein großer Teil der jungen Menschen in Deutschland hält das Handeln der Politik in der Klimakrise für unzureichend. 72 Prozent der 16- bis 25-Jährigen seien der Meinung, dass die Regierungen "nicht genug tun, um eine Klimakatastrophe zu verhindern", heißt es in einer Umfrage des Instituts Kantar, über das am Dienstag das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) berichtete. 82 Prozent gaben demnach an, dass "die Menschheit daran gescheitert ist, auf den Planeten aufzupassen"

Der negative Blick in die Zukunft wegen möglicher Folgen des Klimawandels beeinflusst den Angaben zufolge auch ganz persönliche Entscheidungen: Die Hälfte der befragten jungen Frauen in Deutschland stimmte den Angaben zufolge dem Satz zu "Ich zögere, Kinder zu bekommen?. Auch bei den jungen Männern waren 42 Prozent skeptisch, ob sie in diese Welt Kinder setzen wollen.

Das Meinungsforschungsinstitut Kantar hat in einem Online-Panel im August 1000 junge Menschen in Deutschland befragt. Die Umfrage ist laut RND Teil einer internationalen Studie über Klimaängste, die auf einer Befragung von 10.000 Kindern und Jugendlichen in zehn Ländern basiert. Sie solle in der englischsprachigen Fachzeitschrift "The Lancet" publiziert und am Dienstag vorgestellt werden.

© 2021 AFP