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Ukrainischer Aktivist Bulatow kommt nach Deutschland

Oppositioneller gibt Samstag Pressekonferenz in Berlin

Der verletzte ukrainische Oppositionelle Dmitro Bulatow ist auf dem Weg nach Deutschland. Wann und wo Bulatow ankommen wird, wollte er allerdings nicht sagen. Am Samstag gibt Bulatow im Berliner Mauermuseum am Checkpoint Charlie eine Pressekonferenz.

Der verletzte ukrainische Oppositionelle Dmitro Bulatow ist auf dem Weg nach Deutschland. Das sagte der stellvertretende Vorsitzende der Jungen Union, Benedict Pöttering, der Nachrichtenagentur AFP. Wann und wo Bulatow ankommen wird, wollte er allerdings nicht sagen. Am Samstag um 11.00 Uhr gibt Bulatow im Berliner Mauermuseum am Checkpoint Charlie eine Pressekonferenz. Dort hatte sich Ende Dezember auch der Kreml-Kritiker Michail Chodorkowski nach seiner Freilassung aus einem russischen Straflager zum ersten Mal öffentlich geäußert.

Der 35-jährige Bulatow, der eine führende Rolle bei den Protesten gegen die ukrainische Regierung spielt, war am 30. Januar schwer verletzt in einem Dorf bei Kiew aufgetaucht. Er gab an, am 22. Januar verschleppt, gefoltert und schließlich in einem Wald ausgesetzt worden zu sein. Am 2. Februar durfte er ausreisen. Seitdem wurde er in der litauischen Hauptstadt Vilnius im Krankenhaus behandelt. Die litauischen Behörden bestätigten, dass Bulatow gefoltert wurde.

Am Montag hatte Bulatow AFP gesagt, er wolle in Deutschland seine Großmutter besuchen. Die "Rheinische Post" hatte zuvor berichtet, dass Bulatow seinen Lebensmittelpunkt nach Deutschland verlegen und zu seinen Eltern ins westfälische Hagen ziehen will. Nach eigenem Bekunden träumt Bulatow davon, "bei nächster Gelegenheit in die Ukraine zurückzukehren, aber alles hängt von der Situation dort ab". Eine Entscheidung über seine Zukunft sei noch nicht gefallen.

© 2014 AFP


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