09.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Überraschendes Streikende bei der Bahn

Überraschendes Streikende bei der Bahn

Schlichtung mit Friedenspflicht vereinbart

Die Streiks der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) sind am heutigen Donnerstag um 19.00 Uhr beendet. Darauf haben sich die Deutsche Bahn und die GDL in der bis in die heutigen Morgenstunden dauernden Verhandlungen in Berlin verständigt.

Düsseldorf - Bahnreisende in ganz Deutschland dürfen nun endlich wieder aufatmen, die Parteien haben sich nun auf die tariflichen Grundlagen für einen Flächentarifvertrag für das Zugpersonal und gleichzeitig auch auf ein Schlichtungsverfahren geeinigt.

Zuvor hat die DB akzeptiert, dass die Tarifverträge anderer Gewerkschaften für die Annahme eines Schlichtungsspruches oder den Abschluss eines Tarifvertrags keine Rolle spielen. Dieser Sachverhalt wird deshalb nicht mehr Bestandteil des eigentlichen Schlichtungsverfahrens sein. Die GDL kann somit für all ihre Mitglieder des Zugpersonals in den DB-Eisenbahnverkehrsunternehmen die Tarifverträge verhandeln und abschließen. Lokrangierführer werden als Lokomotivführer exakt im GDL-Flächentarifvertrag eingruppiert. "Nach fast einem Jahr Tarifkonflikt konnte mit dem Druck im 9. Arbeitskampf der Gordische Knoten durchschlagen werden", so der GDL-Bundesvorsitzende Claus Weselsky.

Jetzt geht es um die tatsächlichen Verbesserungen für das Zugpersonal. Im Schlichtungsverfahren werden somit nur die inhaltlich entscheidenden Punkte für das Zugpersonal geregelt.

Die Friedenspflicht gilt für die gesamte Dauer der Schlichtung, also vom 27. Mai bis zum 17. Juni 2015. Bis dahin wird es keine weiteren Arbeitskämpfe der GDL geben. Ministerpräsidenten des Landes Thüringen, Bodo Ramelow, wurde von der DB zum Schlichter ernannt. "Wir gehen davon aus, dass damit eine positive Grundlage für die Verhandlungen in der Schlichtung geschaffen ist", so Weselsky.


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