11.12.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Überführung von Germanwings-Opfern verzögert sich

Überführung von Germanwings-Opfern verzögert sich

Fehler bei Ausstellung behördlicher Dokumente

Bei dem Germanwings-Absturz in den französischen Alpen starben Ende März alle 150 Menschen an Bord - 144 Passagiere, die beiden Piloten und vier weitere Besetzungsmitglieder.

Berlin - Die Überführung der deutschen Opfer des Germanwings-Absturzes in den französischen Alpen dauert offenbar länger als geplant. Ein Sprecher von Germanwings bestätigte, dass es bei der Ausstellung der Sterbedokumente zu Fehlern gekommen sei. Dadurch hätten die Dokumente ihre Gültigkeit verloren und müssten nun neu ausgestellt werden.

Der Sprecher sprach von einer "kurzfristigen Unterbrechung". "Wir arbeiten mit Hochdruck daran, im Interesse der Angehörigen eine schnellstmögliche Lösung zu finden", sagte der Sprecher. Einen konkreten Termin für die Überführung der Verstorbenen nannte er nicht.

Der Kölner "Express" hatte über die Verzögerungen berichtet. Die Muttergesellschaft Lufthansa habe den Angehörigen mitgeteilt, dass die "Vorbereitungen zur Rückführung der sterblichen Überreste" aufgrund "neuer behördlicher Vorgaben vorübergehend unterbrochen" worden sei. In einem Schreiben an die Hinterbliebenen äußerte das Unternehmen dem Bericht zufolge sein Bedauern darüber, "dass wir vor diesem Hintergrund eine Überführung in der kommenden Woche nicht mehr ermöglichen können".

Der Grund für die Absage der Überführung sind dem "Express" zufolge Fehler bei den Übersetzungen der Sterbeurkunden aus dem Französischen, womit die Dokumente ungültig geworden seien. Die Panne, bei der es unter anderem um falsche Angaben zu Geburtsdaten gehe, sei den Behörden erst am Montag aufgefallen.

Bei dem Germanwings-Absturz starben Ende März alle 150 Menschen an Bord - 144 Passagiere, die beiden Piloten und vier weitere Besetzungsmitglieder. 72 der Opfer waren Deutsche. Den Ermittlungen zufolge ließ Copilot Andreas L. die Maschine absichtlich abstürzen, um sich das Leben zu nehmen. Den Flugkapitän hatte er zuvor aus dem Cockpit ausgeschlossen.

(xity, AFP)


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