Über 175 000 Impfungen am FMO

Zufriedenheit trotz Impfstoffmangel

Auch der anlaufende Flugverkehr beeinträchtigt den Betrieb nicht.

Kreis Steinfurt - Rund 175 000 Impfungen insgesamt, davon 96 000 Erst- und 79 000 Zweitimmunisierungen seit dem 8. Februar 2021: Diese Zahlen verdeutlichen, welche Bedeutung das Impfzentrum des Kreises Steinfurt am Flughafen Münster-Osnabrück (FMO) in Greven für die Eindämmung des Coronavirus spielt. Bis zu 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten hier an sieben Tagen in der Woche in zwei Schichten. Sie koordinieren, beantworten die Fragen der Impflinge und sorgen für eine möglichst reibungslose Organisation. Die Arbeitsabläufe wurden in den vergangenen Monaten stetig verbessert, so dass Ende Mai knapp 2000 Personen pro Tag eine Impfung erhalten konnten.

Auf den Betrieb bei voller Auslastung im Frühjahr dieses Jahres schaut Friedhelm Thielen, Leiter des Impfzentrums, gerne zurück. Mitte Juni lag die Zahl der täglichen Impfungen bei nur etwa 1200. Grund dafür waren die geringen Mengen an Impfstoff, die Bund und Land zur Verfügung stellten. „Aktuell sieht die Situation etwas besser aus, so dass wir in den kommenden Wochen weiteren priorisierten Personengruppen eine Erstimpfung am FMO anbieten können“, so Thielen.

Trotz der teils etwas geringeren Auslastung im Juni ist das Impfzentrum für Dr. Karlheinz Fuchs, Dezernent für Gesundheit und Bevölkerungsschutz des Kreises Steinfurt, aktuell nicht zu ersetzen: „Wir haben in den vergangenen Monaten gesehen, welche Kapazitäten das Impfzentrum besitzt. Um die hohe Nachfrage nach einer Immunisierung in der Bevölkerung in den Sommermonaten decken zu können, müssen Hausarztpraxen und Impfzentren gleichermaßen in die Impfkampagne eingebunden werden“, so Dr. Fuchs.

Während einige Teile des Flughafens Münster-Osnabrück weiter als Impfzentrum genutzt werden, läuft in anderen Bereichen der Normalbetrieb an. Mit den Lockerungen der Corona-Maßnahmen steigt der Flug- und Reiseverkehr am FMO. Dass sich der Betrieb des Impfzentrums dennoch ohne Einschränkungen fortsetzt, zeigt einmal mehr, wie eingespielt die Organisationsprozesse sind.