19.09.2019 || Startseite -> Nachrichten aus duesseldorf -> lokales -> Triumph der Maschinen

Triumph der Maschinen

Ausstellung Technisierung der Landwirtschaft

Der Kreis Viersen widmet sich in der neuen Sonderausstellung im Niederrheinischen Freilichtmuseum einem Kernthema des Museums: dem landwirtschaftlichen Leben am Niederrhein.

Viersen - 

Die Ausstellung „Triumph der Maschinen“ zeigt die Technisierung der Landwirtschaft in der Region. Rund 30 Ausstellungsstücke, überwiegend größere Geräte, dokumentieren den Wandel Ende des 19. Jahrhunderts – von der Feldarbeit mit Muskelkraft, kleinem Gerät und Tieren hin zum stetigen Einsatz immer effizienterer Maschinen.

„In der Ausstellung zeigen wir, wie der Einsatz der Maschinen die Feldarbeit erleichterte. Interessant ist vor allem der Aspekt, wie die technische Entwicklung zu starken Veränderungen im landwirtschaftlichen Arbeitsleben geführt hat“, sagt Ingo Schabrich, Kreisdirektor und Kulturdezernent des Kreises Viersen. Der technische Fortschritt wirkte sich beispielsweise auf Arbeitsabläufe, Berufszweige und Arbeitsplätze aus. Die neue Sonderausstellung führt die bestehende Dauerausstellung in der Hofanlage Rasseln fort. Dort ist das traditionelle Leben der niederrheinischen Bauernfamilien ausgestellt.

Zu sehen ist „Triumph der Maschinen – Technisierung in der Landwirtschaft“ ab Sonntag, 15. September, im Niederrheinischen Freilichtmuseum des Kreises Viersen. Besucher zahlen allein den regulären Museumseintritt. Der Besuch der Sonderausstellung ist frei.

Die Sonderausstellung findet in der Hofanlage Waldniel statt. Die Anlage mit Baujahr 1785 ist der jüngste der Höfe des Niederrheinischen Freilichtmuseums. Der Beginn der Technisierung begann nur wenige Jahrzehnte nach Baubeginn des Hofes. Er bietet sich somit als Standort geradezu an.  Die landwirtschaftlichen Geräte stammen aus dem späten 19. bis Mitte des 20. Jahrhunderts, überwiegend aus dem Bestand des Museums

Mit einer Technisierung geht auch die Verwissenschaftlichung in vielen Bereichen der Landwirtschaft einher. Dazu gehört beispielsweise auch die wissenschaftliche Analyse der Beschaffenheit des Bodens, die chemische und biologische Wirkung von (Kunst-)Düngern oder die Festsetzung von Fruchtfolgen. „An den Universitäten entstanden zu dieser Zeit auch die ersten Lehrstühle für Agrarwissenschaft“, so Petrat.

Im Laufe des 18. und 19. Jahrhunderts kamen dann immer mehr Maschinen auf den Markt, die den Einsatz der menschlichen Muskelkraft in der Landwirtschaft verringerten. Die neuen Geräte konnten walzen, Stroh häckseln, Säen, Kartoffeln sortieren oder Milch entrahmen. Der Einsatz der Dampfmaschinen, Lokomobile und später des Traktors verstärkte dies.

Die Ausstellungstexte veranschaulichen, wie die einzelnen Maschinen zum Einsatz kamen und funktionierten. „Viele Besucher, gerade die jüngere Generation, kennt viele der ausgestellten Maschinen überhaupt nicht. Gerade sie lernen in der Ausstellung, wie sich die Landwirtschaft in nur wenigen Jahrzehnten komplett gewandelt hat“, sagt Herbert Kättner, Vorsitzender des Museumsvereins Dorenburg. Der Förderverein unterstützt die Ausstellung finanziell.

Damit auch die Kleinsten verstehen, wie Mähbinder, Kartoffelsortierer und Lokomobile funktionieren, gibt es eine Kinderebene. Dort bekommen sie auf Augenhöhe Informationen zur Funktionsweise der Maschinen in kindgerechter Sprache.

www.niederrheinisches-freilichtmuseum.de
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